sábado, 20 de abril de 2013

Microsoft sucht Finanzchef - DIE WELT

Microsoft-Finanzchef Peter Klein verlässt überraschend den weltgrößten Software-Hersteller. Zuvor hatte der US-Konzern, der in der neuen Welt mit Smartphones und Tablet-PCs bislang nur eine Nebenrolle spielt, zwar einen überraschend hohen Quartalsgewinn von sechs Milliarden Dollar vorgelegt. Aber gerade der wichtige Verkauf von Windows 8 , an den Management und Aktionäre sehr hohe Erwartungen geknüpft haben, stockt. Klein werde das Unternehmen Ende Juni verlassen, ein Nachfolger soll in den kommenden Wochen ernannt werden, teilte Microsoft mit. Klein ist seit elf Jahren im Konzern und seit dreieinhalb Jahren auf seinem jetzigen Posten. Oft kommen nach dem Abgang eines Finanzchefs schlechte Zahlen ans Licht, weil der Nachfolger die Bilanz aufräumt, um nicht später von Altlasten überrascht zu werden.

Klein ist nicht der erste hochrangige Manager, der den Konzern verlässt. Im November ging etwa der Chef für das PC-Betriebssystem Windows, Steven Sinofsky. Windows hat Microsoft groß gemacht. Weil das Umfeld aber immer rauer wird – der Absatz klassischer Computer bricht ein und Windows 8 ist noch lange kein Verkaufsschlager –, wurde zuletzt die Frage aufgeworfen, ob Konzernchef Steve Ballmer noch der richtige Mann ist. Die Aktien des Konzerns haben in den vergangenen zehn Jahren praktisch nicht an Wert gewonnen. Der Klein-Rücktritt mache aber einen Abgang Ballmers unwahrscheinlicher, sagte Analyst Brendan Barnicle von der Investmentbank Pacific Crest Securities. Eine solche Abfolge wäre sehr ungewöhnlich.

Das dritte Quartal des Microsoft-Geschäftsjahres 2012/13 lief insgesamt gut. Der Umsatz stieg – in etwa wie von Analysten erwartet – um 18 Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar. Alte Windows-Reihen und das Geschäft mit Videospielen wirkten sich positiv aus. Rechnet man die Erfolge der Vergangenheit heraus, stagniert die Windows-Sparte allerdings. Windows 8, das unter anderem auf den neuen Lumia-Smartphones von Nokia läuft, kommt dementsprechend nicht besonders gut an.

Das Quartal hätte vom Umsatz her aber auch schlechter laufen können, schließlich war der Absatz klassischer PCs von Januar bis März um 14 Prozent abgestürzt. Das ist der stärkste Einbruch seit 1994, als die Daten erstmals vom Marktforscher IDC erhoben wurden. Das setzt neben PC-Herstellern wie Dell auch Intel zu, dessen Chips vor allem in herkömmlichen Computern zum Einsatz kommen, weniger bisher in Tablets und Smartphones. Analysten zufolge hat es Microsoft aber verstanden, sich mit lang laufenden Software-Lizenzverträgen bei Unternehmen zu etablieren. Nur noch 20 Prozent der Einnahmen kommen von PC-Herstellern, die eine Gebühr zahlen, um Windows auf ihre Geräte zu spielen.

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