sábado, 20 de abril de 2013

Werbeplus hilft Google in der Motorola-Krise - DIE WELT

Ein deutliches Wachstum in seinem Internetgeschäft hat Google die Bilanz gerettet. In seinem angestammten Geschäft setzte der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber im ersten Quartal 23 Prozent mehr um und machte damit Erlös- und Gewinnrückgänge bei seiner im scharfen Wettbewerb stehenden Smartphone-Tochter Motorola Mobilitity mehr als wett.

Google-Chef Larry Page versprach eine spannende Modellpalette und deutete an, dass die Reise in Richtung unter anderem besonders robuster Geräte gehen könnte: "Wenn sie ein Getränk auf ein Handy verschütten, sollte der Bildschirm nicht aufgeben. Wenn sie ein Smartphone fallen lassen, sollte es nicht zerspringen." Mit Blick auf die Computerbrille Google Glass, die gerade an erste Testnutzer ausgeliefert wird, sprach Page von revolutionären Veränderungen. Dinge, die früher zur Science-Fiction gehörten, kämen in den Alltag. "Eines Tages werden wir überrascht sein, dass es zur Computernutzung gehörte, in Taschen danach zu suchen. Wir sind erst bei einem Prozent davon, was möglich ist." Nebenbei passte der Mitgründer die Google-Mission, alle Informationen der Welt zu ordnen, an das Mobilfunk-Zeitalter an: "Die richtige Information im richtigen Moment liefern."

"Google hat sich ein akzeptables Quartal erkämpft, aber es war nicht einfach", fasste Stifel-Nicolaus-Analyst Jordan Rohan zusammen. Der Gesamtumsatz kletterte im Quartal um fast ein Drittel auf knapp 14 Milliarden Dollar (10,8 Milliarden Euro), wie der US-Konzern nach Börsenschluss bekannt gab. Der Nettogewinn betrug 3,35 Milliarden Dollar nach 2,89 Milliarden ein Jahr zuvor. Der bereinigte Gewinn von 11,58 Dollar pro Aktie sei durch Steuereffekte begünstigt worden, so Rohan. Ohne diese hätte Google die Erwartungen von 10,66 Dollar pro Aktie verfehlt.

Google stellt sein Werbegeschäft breiter auf und will damit vom Trend zu mobilen Geräten wie Tablet-PCs und Smartphones profitieren, der herkömmliche PCs und Laptops derzeit ins Hintertreffen geraten lässt. Dabei hilft ihm auch der Siegeszug seines Betriebssystems Android, das auf mehr als 70 Prozent der mobilen Geräte installiert ist und somit das wichtigste Konkurrenzprodukt iOS von Apple weit hinter sich gelassen hat. Doch sind die Werbeeinnahmen auf den mobilen Geräten noch geringer als die auf PCs.

Die Zahl der Klicks auf Anzeigen bei Google wuchs binnen eines Jahres um ein Fünftel. Im Vergleich zum Vorquartal gab es ein Plus von drei Prozent. Werbung im Umfeld der Internetsuche ist nach wie vor die wichtigste Geldquelle des Online-Giganten. Zugleich bekommt Google das Schrumpfen der Einnahmen pro Klick auf eine Anzeige immer mehr in den Griff. Im vergangenen Quartal verlangsamte sich der Rückgang im Jahresvergleich auf vier Prozent nach sechs Prozent im Vierteljahr davor. Die Preise pro Klick sind unter Druck, weil auf den immer mehr genutzten Smartphones und Tablet-Computern die Tarife zum Teil deutlich niedriger sind. Google versucht aber, unter anderem mit mehr Werbung vor YouTube-Videos gegenzusteuern. Der im vergangenen Jahr übernommene Handy-Pionier Motorola steuerte gut eine Milliarde Dollar zum Umsatz bei, brachte Google aber auch einen operativen Verlust von 271 Millionen Dollar. Der Konzern arbeitet schon seit Monaten daran, Motorola als einen Hersteller teurer Premium-Smartphones zurück ins Spiel zu bringen.

No hay comentarios:

Publicar un comentario