domingo, 21 de julio de 2013

Internetkonzerne mit Problemen : Microsoft und Google enttäuschen - Tagesspiegel

Doch in der aktuellen Phase des Umbruchs in der Computerwelt – weg von stationären hin zu mobilen Geräten – gehört Microsoft nicht zu den Gestaltern, sondern hinkt Konkurrenten wie Apple, Google oder Samsung hinterher.

Schrumpfender Markt

Dabei trifft der Wandel Microsoft in doppelter Weise: Zum einen weil die PC-Verkäufe rückläufig sind und so der Absatz des bisherigen Geldbringers, des Betriebssystems Windows, schwächelt. Die Marktforschungsfirmen Gartner und IDC haben ermittelt, dass die Auslieferungen von PCs im abgelaufenen Quartal um etwa elf Prozent gefallen sind. Damit schrumpfte der Markt in fünf aufeinanderfolgenden Quartalen – die längste Schwächeperiode bisher. Zum anderen musste Microsoft im abgelaufenen Quartal 900 Millionen Dollar (687 Millionen Euro) auf die unverkauften Bestände seines Tablets Surface abschreiben. Das Gerät ist zeitgleich mit dem Betriebssystem Windows 8 im Oktober eingeführt worden und verkauft sich trotz drastischer Preissenkungen schlecht. Als Lichtblick hob die seit Mai amtierende Finanzchefin Amy Hood eine „weiterhin starke Nachfrage nach Angeboten für Firmenkunden und die Cloud" hervor. Dadurch konnte Microsoft in seinem vierten Geschäftsquartal (April bis Juni) seinen Umsatz noch um zehn Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar steigern (15,2 Miliarden Euro). Unterm Strich stand ein Gewinn von knapp fünf Milliarden Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 77,9 Milliarden Dollar. Unterm Strich verdiente Microsoft 21,9 Milliarden Dollar in zwölf Monaten.

Google konnte seinen Umsatz im Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar (10,7 Milliarden Euro) steigern. Der Gewinn unterm Strich wuchs um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Allerdings wäre das Ergebnis noch besser ausgefallen, hätte die Handytochter Motorola nicht erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Außerdem stiegen die Kosten für Neuentwicklungen und Marketing. Konzernchef Larry Page zeigte sich dennoch zufrieden. „Google hatte ein großartiges Quartal", bilanzierte er am Firmensitz im kalifornischen Mountain View.

Analysten beunruhigt

Die Analysten hatten dagegen noch bessere Zahlen erwartet. Sie beunruhigt, dass die Preise für Online-Anzeigen sinken, denn sie sind Googles Haupteinnahmequelle. Im abgelaufenen Quartal überwiesen die Werbekunden im Schnitt sechs Prozent weniger Geld an den Suchmaschinenkonzern, wenn ein Nutzer auf eine Anzeige klickte. Damit verschärfte sich der Preisrückgang, denn im vorangegangenen Quartal hatte das Minus nur vier Prozent betragen. Google bekommt damit – ähnlich wie Facebook – zu spüren, dass immer mehr Nutzer über mobile Geräte ins Internet gehen. Auf den kleineren Bildschirmen ist es aber schwieriger, Anzeigen zu platzieren, die dort auch billiger sind.

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