viernes, 6 de septiembre de 2013

Deutschland verliert gegen Belgien - Geplagt vom Kater danach - Süddeutsche.de

Die Freude über den EM-Sieg gegen Frankreich währt bei den deutschen Basketballern nur kurz: Gegen Belgien kassiert Deutschland eine knappe Niederlage. Lange spielt das Team zu verkrampft und kann sich für einen harten Kampf am Ende nicht belohnen. Um die Zwischenrunde zu erreichen, ist eine Steigerung unerlässlich.

"Wir sind hoch geflogen", sagte Frank Menz unmittelbar nach der Niederlage gegen Belgien, womit er natürlich auf die harte Landung anspielte. Nach dem überragenden 80:74-Erfolg gegen Frankreich musste die deutsche Basketball-Nationalmannschaft am folgenden Tag eine äußerst unglückliche 73:77 (63:63, 26:35)-Niederlage nach Verlängerung gegen Belgien hinnehmen.

Kämpferisch ist der Mannschaft von Trainer Frank Menz erneut kein Vorwurf zu machen, doch das Team konnte das hohe Niveau des Vortages nicht halten. Damit schrumpfte die überragende Leistung gegen Frankreich zu einem Achtungserfolg. Vorerst. Die Chancen, um das erklärte Minimalziel (Erreichen der zweiten Runde), nicht ernsthaft in Gefahr zu bringen, sind weiterhin intakt. Allerdings muss schon am Freitag (14.30 Uhr) gegen die Ukraine gewonnen werden.

Augenscheinlich ist die junge und unerfahrene Mannschaft mit der Bürde des Favoriten noch überfordert, jedenfalls fiel dem Team der Start in das Spiel gegen die Belgier ungleich schwerer als am Vortag. Das Team von Bundestrainer Frank Menz wirkte verkrampft, suchte verbissen nach seinem Rhythmus. Vorerst umsonst, in der ersten Halbzeit fielen die Würfe nicht in den Korb, es unterliefen viele leichte Ballverluste. Menz hatte nach der Frankreich-Partie auch immer wieder darauf verwiesen, dass sich die exorbitant hohe Wurfquote so leicht nicht würde wiederholen lassen - auf den Gegenbeweis hätte er sicher gerne verzichten.

Den lieferten ihm seine Spieler trotzdem, im Gegensatz zu den famosen 60 Prozent der Frankreich-Partie schrumpfte diese um satte 20 Prozent. Zu viel gegen gute Belgier, die sich nach der knappen Niederlage gegen die Ukraine (57:58) steigerten und die Schwächen des deutschen Teams zu nutzen wussten. Vor allem Jonathan Tabu und Sacha Massot (beide 15 Punkte) machten ihrem Trainer Eddy Castels viel Freude. Der verteilte nach dem Spiel artig Lob an den Gegner, den man zu kopieren versucht habe.

Es war eine nervenaufreibende Partie, in der die Deutschen nach der Pause ständig einem Rückstand hinterherliefen und mit einer Energieleistung und einem Dreier von Lucca Staiger den 63:63-Ausgleich schafften. Im Gegensatz zum Vortag fehlte dann aber das nötige Glück, Pleiß legte vier Sekunden vor Schluss einen Korbleger zum möglichen 75:75 daneben.

Menz muss flott analysieren, warum Deutschland nach dem nahezu fehlerfreien Auftritt gegen Frankreich eingebrochen ist. Die Zwischenrunde ist keineswegs außer Reichweite, doch nun kommt der Partie gegen die Ukraine bereits entscheidende Bedeutung zu. Und gegen diesen physisch starken Gegner, der in seinem zweiten Spiel Israel durch einen 74:67-Erfolg aus dem Turnier befördert haben dürfte, muss sich die deutsche Auswahl steigern.

No hay comentarios:

Publicar un comentario