viernes, 6 de septiembre de 2013

Exportboom: Deutschland steuert auf Rekordüberschuss zu - Spiegel Online

Mnchen - "Mit der Erholung der Weltkonjunktur drfte sich der Leistungsbilanzberschuss auf die 200-Milliarden-Euro-Marke zubewegen", prognostiziert das Mnchner Ifo-Institut. Damit drfte 2013 "ein Rekordjahr werden".

Im ersten Halbjahr stieg der berschuss dem Ifo zufolge auf 96 Milliarden Euro, das entspricht einem Anteil von 7,2 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Damit lge Deutschland klar ber einer Warnschwelle, welche die EU-Kommission im reformierten Stabilitts- und Wachstumspakt festgelegt hat. Demnach gilt ein Wert von mehr als sechs Prozent als stabilittsgefhrdend. Bei einem lngeren Versto droht die EU deshalb mit einem Mahnverfahren.

Schon in den beiden Vorjahren hatte Deutschland den hchsten berschuss weltweit erzielt. Mit umgerechnet 238 Milliarden US-Dollar lag er sowohl ber dem von Exportweltmeister China (193 Milliarden) als auch dem von Saudi-Arabien (165 Milliarden). Das Ifo-Institut bezeichnet Deutschland deshalb als "grten Kapitalexporteur der Welt". Da andere Lnder - beispielsweise die USA und viele Euro-Staaten - mehr konsumieren als produzieren, sind sie auf deutsche und andere auslndische Investoren angewiesen.

In die Leistungsbilanz flieen der gesamte Waren- und Dienstleistungsverkehr mit dem Ausland ein, aber beispielsweise auch Entwicklungshilfe und Vermgenseinkommen. "Fr den deutschen berschuss war fast ausschlielich der Warenhandel verantwortlich", teilt das Ifo-Institut mit. Whrend der berschuss gegenber Euro-Lndern geschrumpft sei, sei er im Handel mit den restlichen Staaten gestiegen.

Viele Experten sehen im deutschen berschuss eines der Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft, die fr die Finanz- und Schuldenkrise mitverantwortlich sind. Den Lndern mit Exportberschssen stehen solche mit Defiziten gegenber, die ihre Importe ber Schulden finanzieren mssen.

Der Internationale Whrungsfonds (IWF) und die Industriestaaten-Organisation OECD fordern daher seit lngerem von Deutschland, mehr fr die Binnennachfrage zu tun, um die Unwucht zu beheben. Die neuen EU-Regeln sind ein erster Schritt in diese Richtung.

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