domingo, 15 de septiembre de 2013

Macht's noch einmal, Mädels! - Spiegel Online

Hamburg - Die Berliner Kneipenszene kann sich auf eine Horde ausgelassener deutscher Frauen freuen, zumindest wenn das am Abend mit der Goldmedaille klappt. Um 20 Uhr beginnt in der Max-Schmeling-Halle das Finale der Volleyball-Europameisterschaft, die Gastgeberinnen treffen auf Russland. Und Giovanni Guidetti, Deutschlands italienischer Trainer, hatte vor dem Turnier angekndigt: "Im Siegesfall gibt es eine 24-Stunden-Party."

Das Team des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) galt von vornherein als Mitfavorit auf den Titel, war bei der EM vor zwei Jahren erst im Finale an Gastgeber Serbien gescheitert. Dennoch wurde von dem jetzigen Turnier im eigenen Land ffentlich nur wenig Notiz genommen. Das Interesse aber nahm mit jedem Spiel zu. Rund eine Woche nach dem Auftaktsieg gegen Spanien ist Deutschland im Volleyball-Fieber.

"Wir brauchen ein besonderes Volleyballspiel, um Europameister zu werden. Aber dieses Finale wollen wir gewinnen", sagte Guidetti nach dem Halbfinal-Drama am Freitagabend gegen Belgien, als sein Team die ersten beiden Stze verloren, sich aber zurckgekmpft hatte und am Ende in fnf Stzen gewann (18:25, 20:25, 25:21, 25:21, 15:11). "Nur ein ganz besonderes Team kann so ein Spiel in so einer Drucksituation drehen", sagte Spielfhrerin Margareta Kozuch.

Die mehr als 7000 Zuschauer feuerten das DVV-Team unentwegt an und sorgten fr eine Gnsehaut-Atmosphre in der Max-Schmeling-Halle. Diese Untersttzung wird auch im Endspiel ntig sein, denn Russland drfte ein erheblich schwierigerer Gegner als Belgien werden. Zumal die Russinnen mehr Erholung hatten: Sie gewannen ihr Halbfinale gegen Serbien glatt in drei Stzen (25:23, 25:19, 25:12).

Vom Auenseiter zu einem europischen Spitzenteam

"Sicher ist die Vorbereitung kurz, aber das werden wir auch noch schaffen", sagte Guidetti, der seit mehr als sieben Jahren Bundestrainer ist und die Mannschaft von einem krassen Auenseiter zu einem europischen Spitzenteam geformt hat. Nach einer Besprechung in der Nacht stellte es der 40-Jhrige seinen Spielerinnen frei, ob sie vor dem Highlight noch trainieren wollten. "Die meisten werden es tun, so sind sie eben", sagte Guidetti. Er und sein Team haben sich durch den Finaleinzug bereits die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Italien gesichert.

Doch in den Kpfen der Spielerinnen spielt die WM noch keine Rolle, sie denken nur an dieses eine Spiel am Abend. "Wir wollen Gold", stellt Auenangreiferin Maren Brinker klar. "Die Russinnen sind uns zwar physisch berlegen, wir dagegen sind als Team unschlagbar."

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