Kübra Gümü?ay verortet einen systematischen Rassimus mitten in der deutschen Gellschaft, von der Politik oft ignoriert. "Erst kürzlich hatten wir ein TV-Duell, denn es sind ja bald Wahlen. Die sogenannten Menschen mit Migrationshintergrund kamen nicht mit einem Wort vor. Rassismus war kein Thema", schreibt sie. Einen eigenen Aufhänger brauche dieses Thema nicht: "Rassismus ist immer aktuell, immer relevant, immer ein Anlass." Auf Umwegen beschreibt sie so ein zynisches Muster: Es bedarf der Tragödie, damit die heißen Themen angefasst werden. Wie schnell sie wieder fallen gelassen werden, zeige das Thema Nationasozialistischer Untergrund (NSU).
Unter dem Etikett "#Schauhin" werden Erfahrungen mit Alltagsrassismus gesammelt. Am Ende steht die Hoffnung, die Problematik auf die mediale Agenda zu bringen und die Debatte in die Gesellschaft zu tragen. So viele Menschen wie möglich sollen sich fragen: Wie rassistisch ist unser Gemeinwesen? Wie rassistisch bin ich eigentlich?
Dass dieses Vorhaben funktionieren kann, zeigte zu Jahresbeginn die Idee des Aufschrei-Hashtag. Was auf Twitter begann, wurde immer größer. Viele Nutzerinnen machten den Sexismus-Begriff mit persönlichen Geschichten greifbar, erzeugten Aufmerksamkeit und forderten gesellschaftliche Verantwortung ein. Ähnliches soll nun #SchauHin bewegen.
Und die zahlreichen Reaktionen auf #SchauHin unterstreichen den ausgemachten Gesprächsbedarf hier eine kleine Auswahl:
No hay comentarios:
Publicar un comentario