lunes, 26 de agosto de 2013

Asylproteste schaden Deutschland - Hamburger Abendblatt

26.08.13, 06:32

Wirtschaftsminister Rösler fürchtet, dass ausländische Fachkräfte abgeschreckt werden

Berlin. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) warnt angesichts der Proteste gegen das Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf vor einem Imageschaden für Deutschland im Ausland. "Hier darf kein falscher Eindruck entstehen. Fremdenhass hat in Deutschland nichts zu suchen", sagte Rösler. Im Laufe der vergangenen Woche hatte es in Berlin-Hellersdorf mehrere Demonstrationen rechter Gruppen gegen ein neu eröffnetes Flüchtlingsheim gegeben. Rösler sorgt sich insbesondere, dass die Bilder aus Hellersdorf ausländische Fachkräfte von einem Zuzug nach Deutschland abhalten könnten. "Gerade unsere Wirtschaft ist mehr denn je auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen", sagt der FDP-Chef.

"Deutschland sei ein weltoffenes Land. Wir alle wollen, dass das so bleibt", fügte Rösler, der vietnamesische Wurzeln hat, hinzu. Der FDP-Chef lobte die Proteste gegen die Rechtsradikalen. "Deshalb ist es gut, dass gegen das Auftreten der Rechtsradikalen in Berlin protestiert wird. Das ist ein klares Zeichen und trägt zur Willkommenskultur in unserem Land bei." Das Wirtschaftsministerium hatte sich vor einigen Wochen mit dem Arbeitsministerium auf eine Positivliste geeinigt, welche die Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland erleichtern soll. Die beiden Ministerien führen 18 Berufsgruppen auf, bei denen der Mangel an Arbeitskräften so groß ist, dass auch Auszubildende aus Nicht-EU-Staaten künftig von der Bundesagentur für Arbeit auf Stellen in Deutschland vermittelt werden können.

Bereits seit Wochen gibt es Auseinandersetzungen um die Asylunterkunft in einer ehemaligen Schule, die über Berlin und Deutschland hinaus für Ängste und Befürchtungen gesorgt hatten. In dem Flüchtlingsheim waren zunächst 40 Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Balkan untergebracht worden. In der Notunterkunft sollen insgesamt rund 200 Flüchtlinge leben.

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