sábado, 24 de agosto de 2013

Microsoft-Chef Ballmer will gehen - tagesschau.de

Konzern sucht Nachfolger

Microsoft-Chef Ballmer will gehen

Der Chef des Software-Riesen Microsoft, Steve Ballmer, wird innerhalb des kommenden Jahres in Rente gehen. Das teilte der Konzern mit. Der 57-Jährige hatte die Microsoft-Führung im Jahr 2000 von Konzerngründer Bill Gates übernommen. Ein Grund für den Rücktritt wurde zunächst nicht genannt - Ballmer, der für seine extrovertierten Auftritte auf Firmenveranstaltungen bekannt war, galt aber seit Jahren als umstrittener Chef.

Microsoft sucht nach eigenen Angaben nach einem Nachfolger. Ballmer werde solange auf seinem Posten bleiben. Für den Posten kämen auch externe Kandidaten infrage. Gates werde einem Sondergremium zur Suche eines neuen Vorstandschefs angehören, erklärte der Konzern weiter.

Microsoft-Chef Ballmer kündigt Rücktritt an
N. Markwald, ARD Los Angeles
23.08.2013 17:15 Uhr

Weil der Konzernumbau von Microsoft andauern werde, setzt Ballmer laut Microsoft-Angaben auf eine langfristige Lösung. "Wir brauchen einen CEO, der für die neue Ausrichtung länger bleibt", erklärte er. "Es gibt nie eine perfekte Zeit für einen solchen Übergang, aber jetzt ist die richtige Zeit." Microsoft brauche einen Chef, der für längere Zeit den Wandel zu einem Unternehmen für Geräte und Dienstleistungen begleiten werde.

Schwierigkeiten bei der Strategieumstellung

Microsoft war - getragen vom Erfolg des Windows-Betriebssystems - zu einer dominierenden Kraft im PC-Markt geworden. Allerdings schrumpft das Geschäft mit klassischen Computern inzwischen, weil Smartphones und Tablets auf dem Vormarsch sind. Das macht Microsoft zu schaffen. Das Unternehmen versuchte unter Ballmer zwar, in diesen Bereichen Fuß zu fassen, die Marktanteile sind aber bisher gering.

Um dem iPhone etwas entgegenzusetzen, verbündete sich Ballmer mit der finnischen Firma Nokia, deren Stern allerdings unaufhaltsam sank. Bei den Tablets verließ sich Microsoft nicht mehr auf traditionelle Großkunden wie Hewlett-Packard oder Dell, sondern ließ eigene Geräte bauen, die am Markt allerdings bislang kaum Chancen gegen die Modelle von Apple oder Samsung haben.

Trotz gewaltiger Investitionen war es Microsoft auch nie gelungen, die Vorherrschaft von Google bei der Internet-Suche zu brechen. Das Online-Geschäft fährt immer wieder hohe Verluste ein. Das neue Betriebssystem Windows 8 hatte bisher ebenfalls nicht den erhofften Erfolg - das Vorgängersystem Windows 7 war hingegen noch allgemein gelobt worden.

Im Juli hatte der Technologieriese einen weitreichenden Konzernumbau angekündigt, um die Software- und die Gerätesparte besser zu verzahnen. Mit der Strategie "One Microsoft" sollen unterschiedliche Produkte wie Windows, die Spielekonsole Xbox und der Tablet-Computer Surface unter einem Dach weiterentwickelt werden. Davon erhofft sich der Konzern mehr Innovation und Kostenersparnisse.

Ballmers Position immer schwächer

Zuletzt waren die Rufe von Investoren nach einer Ablösung Ballmers wegen schwächerer Zahlen lauter geworden. So handelte ein missglückter Zukauf bei Online-Werbung dem Unternehmen vor einem Jahr den ersten Verlust in der über 30-jährigen Firmengeschichte ein.

Im jüngsten Quartal konnte Ballmer zwar ein Umsatzplus von zehn Prozent und rund fünf Milliarden Dollar Gewinn präsentieren. Doch ein näherer Blick in die Geschäftszahlen offenbart die Probleme: Der Gewinn der Windows-Sparte halbierte sich auf knapp 1,1 Milliarden Dollar. Und Microsoft schrieb alleine 900 Millionen Dollar auf seinen Tablet-Computer Surface RT ab, der sich schlechter verkaufte als erwartet.

Microsoft-Chef Steve Ballmer will Posten aufgeben
tagesschau 20:00 Uhr, 23.08.2013, Marion Schmickler, ARD Washington

Stand: 23.08.2013 15:31 Uhr

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