Es war der argentinische Fußballtrainer Carlos Bilardo, der einst den markanten Satz prägte: Mit elf Maradonas wirst du nicht Weltmeister." Ihm reichte 1986 in Mexiko ein einziger Maradona zum Titelgewinn, dennoch war die Bemerkung natürlich grober Unfug. Schließlich galt der begnadete Ballzauberer trotz seiner überschaubaren Größe sogar als passabler Torwart und hätte sicher nicht mehr Bälle fallen gelassen als der deutsche Nationalkeeper Manuel Neuer am Dienstag beim für die Gastgeber traurigen, für den Rest der Welt äußerst unterhaltsamen 4:4 gegen Schweden. Dennoch ließ das WM-Qualifikationsmatch gegen die Skandinavier im Berliner Olympiastadion ahnen, was Bilardo meinte: Der brillanteste Offensivfußball nützt nichts, wenn die Abwehr versagt.
Es war schlicht phänomenal, was die deutsche Mannschaft in den ersten 60 Minuten gegen die Schweden an Spektakel bot. Betörendes Kombinationsspiel, fantastische Ballsicherheit, vier blitzsauber herausgespielte Tore und eine Defensive, die nie in Gefahr geriet, weil der Gegner kaum den Ball hatte. Wenn sich nicht Vergleiche über die Jahrzehnte verbieten würden, müsste man schon das bundesdeutsche Europameister-Team von 1972 mit Franz Beckenbauer, Günter Netzer und Gerd Müller als Beispiel für eine Mannschaft heranziehen, die ähnlich exquisit Fußball spielte.
60 überragende Minuten
Das deutsche Team der ersten Halbzeit war die beste Mannschaft, gegen die ich jemals gespielt habe bei Weitem", sagte der erfahrene schwedische Abwehrhüne Jonas Olsson, der bei West Bromwich Albion in der englischen Premier League aktiv ist. Bundestrainer Joachim Löw konnte auch erklären warum: Wir waren 60 Minuten lang überragend, was Kombinationen, Torabschluss, Disziplin und Ordnung angeht." Nicht erklären konnte er, was dann geschah. Aber das konnte niemand.
Bei dem 4:1 ist etwas passiert", sagte Schwedens Coach Erik Hamrén. Was genau, konnte aber auch er nicht benennen. Fast aus heiterem Himmel hatte Superstürmer Zlatan Ibrahimovic, bis dahin kaum aufgefallen, den Ball in der 62. Minute ins Tor von Neuer und damit mitten in die deutsche Fußballherrlichkeit geköpft. Fünf Minuten zuvor hatte Özil das 4:0 erzielt, und danach war die Mannschaft vielleicht ein bisschen zu entspannt ans Werk gegangen, so, wie es manchmal Tennisspieler tun, wenn sie im entscheidenden Satz 5:0 führen. Auch für diese gibt es häufig ein böses Erwachen, wenn der Kontrahent plötzlich wieder im Spiel ist und Punkt für Punkt aufholt.
Gut dabei - Marco Reus: Leitete über links das 1:0 und 2:0 ein. Wieder eine ganz starke Leistung, brachte seine Gegenspieler phasenweise an den Rand der Verzweiflung. In der zweiten Halbzeit abgetaucht.
Foto: dpaGut dabei - Jerome Boateng: Spielte wie schon in Irland auf der rechten Abwehrseite, seine Flanken sorgten anfangs häufig für Gefahr. Lange mehr Rechtsaußen als Verteidiger. Ließ wie die gesamte Mannschaft nach einer Stunde mächtig nach.
Foto: dpaGut dabei - Mesut Özil: Zunächst der unauffälligste der deutschen Kreativspieler, dann von Minute zu Minute besser. Immer für einen genialen Moment gut, besonders sehenswert war sein Hackentrick auf Müller (51.). Erzielte das 4:0.
Foto: REUTERSGanz okay - Thomas Müller: An drei Toren war der Münchner beteiligt. Eröffnete das Spiel mit einer riesigen Doppelchance. Mit seiner staksigen Art gewohnt gefährlich, jedoch vor dem Tor nicht kaltschnäuzig. Seit über 800 Minuten ist Müller nun torlos.
Ganz okay - Philipp Lahm: Nach Gelbsperre zurück im Team - und auf links, weil Marcel Schmelzer verletzt fehlte. Viele Vorstöße, exzellent im Zusammenspiel mit Marco Reus. In der zweiten Halbzeit allerdings in der Bredouille, weil Ibrahimovic auf seiner Seite aufdrehte. Bei Schwedens Aufholjagd wurde auch er ausgespielt.
Foto: dpaSo lala - Toni Kroos: Ein wichtiges Rädchen in der zunächst perfekt abgestimmten deutschen Kombinationsmaschine. Sami Khedira, den Kroos ersetzte, wurde allerdings nach der Pause als Stabilisator vermisst. Am Ende fehlte Kroos die Kampfkraft des Real-Stars.
Foto: dapdSo lala - Bastian Schweinsteiger: Dominant und zweikampfstark im Mittelfeld. Trieb das Spiel immer wieder nach vorne, überließ jedoch das Zaubern den anderen. Hin und wieder mit schmerzhaften Ballverlusten. Als Schweden aufdrehte, konnte auch der Vize-Kapitän die Ordnung nicht retten.
Foto: dapdSo lala - Per Mertesacker: Lange sicher im Zweikampf und in der Spieleröffnung - und zur Krönung Torschütze: Das 3:0 war sein zweiter Treffer im 84. Länderspiel. Die Gegentore trübten das Bild auch bei ihm. Am Ende lag die Abwehr-Latte" verzweifelt am Boden.
Foto: Bongarts/Getty ImagesSchwächelnd - Manuel Neuer: Erst kaum beschäftigt, dann so oft wie noch nie in einem Länderspiel bezwungen. Auch ihn steckte das Abwehr-Chaos am Ende an. Beim 4:2 aus kurzer Distanz getunnelt. In der 85. Minute beinahe Verursacher des 4:4.
Schwächelnd - Holger Badstuber: Der Unsicherheitsfaktor in der deutschen Abwehr. Ließ Zlatan Ibrahimovic nur einmal aus den Augen, und sofort lag der Ball im Tor. Unterlief vor dem 4:2 eine Flanke. Stand neben Elmander, als der den Ball zum 4:3 ins Tor spitzelte.
Zu spät gekommen - Mario Götze: Kam nach dem 4:2 in einer kniffligen Phase für Müller ins Spiel. Bekam keine Gelegenheit mehr, zu glänzen.
Foto: AFPZu spät gekommen - Lukas Podolski: Kam für den nach der zweiten Gelben Karte in Kasachstan gesperrten Reus (88.). Der taktische Wechsel von Löw brachte nichts.
Foto: dapd
Gut dabei - Miroslav Klose: Zwei Chancen, zwei Tore - eine perfekte erste Viertelstunde. Noch ein Tor vom Rekord des legendären Gerd Müller (68) entfernt. Grätschte sogar an der eigenen Eckfahne. Am Ende ging ihm wohl die Kraft aus.
Foto: dpaDie Schweden taten das Ihre, um die Deutschen zu verunsichern. Als diese noch versuchten, den Gegentreffer als kleinen Ausrutscher einzuordnen, schnappte sich Torschütze Ibrahimovic den Ball, rannte zum Anstoßpunkt und legte ihn dort nieder. Die Botschaft war klar: Wir wollen mehr." Daran, die Niederlage noch abwenden zu können, hatte keiner der Schweden geglaubt, wie sie hinterher einhellig versicherten. Puuh, 0:4 in Berlin, härter kann es nicht werden", sagte Olsson. Aber, so Angreifer Rasmus Elm, wir wollten wenigstens die zweite Halbzeit gewinnen." Und in der stand es nach Ibrahimovics Kopfball 1:1.
Plötzlich begannen die Schweden, Fußball zu spielen. Und die Deutschen hörten damit auf. In den letzten 30 Minuten haben wir vieles falsch gemacht", bemerkte Löw, wir haben die Bälle verloren, waren nervös, haben die Ordnung nicht mehr herstellen können, plötzlich lange Bälle geschlagen." Warum das alles? Ich kann es nicht erklären", sagte der Bundestrainer mit belegter Stimme.
Und dann das Abwehrdebakel
Für Löw war das Remis eine doppelte Katastrophe. Zum einen wird dadurch die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien, die fast schon gelöst schien, wieder kompliziert. Zum anderen werden die lästigen Diskussionen um Trainer, Taktik, Mannschaftsgefüge, Atmosphäre und Umfeld weitergeführt werden. Und dabei wird es nicht um den bezaubernden Fußball der ersten Halbzeit gehen, sondern um das Abwehrdebakel am Ende. Ein klarer Sieg gegen Schweden wäre ein Befreiungsschlag für Löw gewesen, und die Art und Weise, wie lange Zeit gespielt wurde, der Beweis, dass seine Vorstellung von Fußball funktioniert und das Aus im EM-Halbfinale gegen Italien nur ein kleiner Unfall war. Das Dr. Jekyll-und-Mr.-Hyde-Drama von Berlin wird die Debatten jedoch wieder anfachen und vor allem den Ruf nach einem robusten Anführer, wie ihn die Schweden in Ibrahimovic haben, erneut laut werden lassen. Der Kapitän, Philipp Lahm, ist es nicht, Bastian Schweinsteiger, das hat man am Dienstag gesehen, ist es auch nicht, und Real Madrids Sami Khedira, der es vielleicht werden könnte, war verletzt und wurde schwer vermisst.
Áftonbladet" (Schweden): Schweden braucht kein neues Nationalstadion in Stockholm. Wir haben schon eins in Berlin, wo wir von der Bahre wieder auferstanden sind. Das war wie ein Traum."
Tuttosport" (Italien): Was für eine Show!"
El País" (Spanien): Schweden zerlegt Deutschland."
Kurier" (Österreich): Unglaubliche Wende - Deutschland verspielt ein 4:0. Schweden war einem Debakel nahe, jubelte nach vier Toren in der letzten halben Stunde in Berlin aber über ein 4:4 und einen Punkt."
Sowjetski Sport" (Russland): Nach dem Spiel Deutschland gegen Schweden schreibt Gary Lineker seinen legendären Spruch um."
Expressen" (Schweden): Nie zuvor haben wir eine solche Berg- und Talfahrt erlebt. Nie zuvor war Schweden so erdrückt, erniedrigt und verzweifelt wie in der ersten Halbzeit. Was dabei wie ein unerreichbarer Wunschtraum schien, wurde nach 90 Minuten Wirklichkeit."
The Daily Telegraph" (England): Deutschland hat in einer atemberaubenden Manier seine 100-prozentige Punkte-Ausbeute in der WM-Qualifikation eingebüßt. Schweden hat in Berlin ein bemerkenswertes Comeback nach 0:4 dargeboten."
Svenska Dagbladet" (Schweden): Sagenhaft, Schweden. Die Urkraft bei der Auferstehung war unfassbar. Das 4:4 im Berliner Olympiastadion gehört jetzt zu unseren Sportklassikern. Eigentlich war das Spiel ja nach 15 Minuten vorbei.
As" (Spanien): Acht Tore in einem Spiel kommen schon ziemlich selten vor. Aber in 30 Minuten aus einem 0:4 ein 4:4 zu machen, ist extrem ungewöhnlich. Dies gelang den Schweden in Berlin."
Dagens Nyheter" (Schweden): Das war der größte Kracher der schwedischen Sportgeschichte. Die Deutschen sind eigentlich die falsche Mannschaft, um einen 4:0-Vorsprung herzugeben. Aber Schweden war diesmal die falsche Mannschaft zur Aufgabe. Danke für alles!"
Record" (Portugal): Verrücktes Spiel in Berlin! Schweden konnte in nur 28 Minuten einen 0:4-Rückstand gegen Deutschland aufholen. Mit dem Tor zum 4:4 in der Nachspielzeit wurde auch die deutsche Siegesserie in der WM-Qualifikation nach drei Erfolgen beendet."
Daily Mirror" (England): Die Deutschen haben sich am Schwedenhappen verschluckt. Den Schweden gelang eines der großartigsten Resultate im internationalen Fußball überhaupt, als sie nach 0:4-Rückstand gegen Deutschland noch zurückkamen und sich ein Unentschieden verdienten."
zarkapatie.com.ua" (Ukraine): Das Comeback aller Comebacks"
The Independent" (England): Deutschland verspielt Vier-Tore-Vorsprung - Ibrahimovic inspiriert Schweden zu einem Comeback. (...) Nachdem man Irland am Freitag 6:1 besiegt hatte, schien Joachim Löws Elf vor heimischem Publikum bereit für den nächsten stolzen Abend. Aber Miroslav Kloses Kunststück, bis auf einen Treffer auf Gerd Müllers ewigen Torrekord aufzuschließen, wurde von einer Kapitulation seiner Mannschaft überschattet."
Tages-Anzeiger" (Schweiz): Furiose schwedische Aufholjagd - Vom 0:4 zum 4:4 in einer halben Stunde: Schweden bot in Deutschland ein wahres Spektakel."
El Mundo" (Spanien): Schweden von der Demütigung zum Heldentum: Ibrahimovic stachelte seine Leute zu einer sozialen Revolte an, die sogar die Proteste gegen die Besuche von Angela Merkel in Euro-Krisenstaaten in den Schatten stellte."
Österreich" (Österreich): Neue Turbulenzen vorprogrammiert. Was für ein Drama in Berlin: Deutschland verspielte gegen Schweden eine 4:0-Führung - am Ende hieß es 4:4 in einem irren Match... Abwehr war katastrophal. Leichtsinn - Fehler luden die Schweden zum Toreschießen ein."
Marca" (Spanien): Aus einem 4:0 wird ein 4:4 - einfach unglaublich! Berlin erlebt eine der erstaunlichsten Aufholjagden der letzten Jahrzehnte."
La Gazzetta dello Sport" (Italien): 30 Alptraum-Minuten für Deutschland gegen Schweden. Was für eine Aufholjagd! Angela Merkel verging das Lächeln. Nach Ibrahimovics Tor stand nur noch ein Team auf dem Platz."
Público" (Portugal): In Berlin sind die Fans von der Euphorie in die Depression gestürzt. Zwei Tore von Klose und ein Treffer von Mertesacker ließen vor der Pause einen ruhigen Abend erwarten. Özils Tor gleich zu Beginn der zweiten Hälfte schien den Sieg dann endgültig besiegelt zu haben. Aber da war ja noch Ibrahimovic. Er traf und weckte Schweden zu einer schwindelerregenden letzten halben Stunde auf."
Corriere dello Sport" (Italien): Unglaublich: Schweden holt gegen Deutschland ein 0:4 auf. Klose allein reicht nicht."
Kronen Zeitung" (Österreich): 4:4-Schock nach 4:0! Historische 'Schweden-Bomben' (Anm. d. Red.: so werden in Österreich Schokoküsse genannt) in der letzten halben Stunde trafen Deutschland ins Herz - Löw und seine Spieler fanden keine Erklärung."
Neue Zürcher Zeitung" (Schweiz): Fassungslosigkeit in Berlin. Berlin hat am Dienstag eine verrückte Fußballnacht erlebt."
O Jogo" (Portugal): Das Spiel zwischen den beiden Kandidaten auf den ersten Gruppenplatz war spektakulär. Die Deutschen lagen schon 4:0 vorne, aber die Schweden trafen dann in 14 Minuten dreimal und in der Nachspielzeit gelang ihnen auch noch der Ausgleich."
La Repubblica" (Italien): Unglaublich diese Schweden!"
Blick.ch" (Schweiz). Presse spottet über DFB-Elf: 'War das dämlich!'. Wie unglaublich das Spiel war, zeigt die Tatsache, dass Schweden exakt viermal aufs Tor schoss und jedes Mal traf. Goalie Manuel Neuer hielt tatsächlich keinen einzigen Ball!"
Der Zusammenbruch nach der ersten leichten Gegenwehr eines eigentlich erledigten Gegners zeigt, dass Löws Team in entscheidenden Momenten die Balance fehlt. Die ehrenwerte Festlegung auf attraktiven Angriffsfußball bringt zwar wunderbare Spielzüge hervor, vor allem über die gegen Schweden herausragenden Mesut Özil und Marco Reus, mit gelegentlicher Beteiligung von Thomas Müller, Toni Kroos, Lahm, Jerome Boateng und Miroslav Klose; sie birgt aber Gefahren, wenn die Intensität nachlässt und das Vertrauen schwindet. Wenn es eines Beweises für die vom Bundestrainer immer wieder geäußerte These bedurfte, dass Verteidigung ganz vorne beginnt, dann lieferte ihn diese Partie. Als in der gegnerischen Hälfte die Bälle nicht mehr gewonnen und behauptet wurden, alle einen Schritt weniger machten", wie Schweinsteiger und Kroos übereinstimmend erklärten, zeigte sich, welche Defizite beim deutschen Team in den hinteren Bereichen bestehen.
Das defensive Mittelfeld mit Schweinsteiger und Kroos war nun überfordert, Özil bekam kaum noch Bälle, Verteidiger Boateng wurde ein ums andere Mal überlaufen, in der Mitte gab Holger Badstuber, an den ersten drei Gegentreffern direkt beteiligt, ein Bild des Jammers ab, und Torhüter Neuer war ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Zudem sandte der Bayern-Keeper mit aufreizendem Zeitschinden schon nach dem Treffer zum 1:4 das völlig falsche Signal aus. Sie haben ein bisschen Angst bekommen", sagte Hamrén, Neuers Vorgehen ließ dies allseits sichtbar werden. Gebracht hat die Verzögerungstaktik nichts, es folgten wilde Angriffe der Schweden und die Tore von Mikael Lustig (64.), Johan Elmander (76.) und, in der Nachspielzeit, Elm zum 4:4.
Ungemütlicher Winter
Löws Fußball setzt Selbstvertrauen und den Glauben an die eigenen Stärken voraus, doch im Moment reicht ein simpler Gegentreffer, um das komplizierte Gefüge zum Einsturz zu bringen. Das war schon bei der EM so, vor allem gegen Italien, dass es aber auch bei einer souveränen 4:0-Führung in einem Heimspiel funktioniert, ist besorgniserregend. Zumal nach dem Spektakel von Berlin nun alle Welt die Verwundbarkeit der DFB-Elf kennt. Auch die Niederländer, die am 14. November beim Testspiel in Amsterdam der letzte Gegner des Jahres sein werden, mit ihrem neuen Trainer Louis van Gaal gut drauf sind und Löw einen ungemütlichen Winter bereiten könnten.
Der Bundestrainer hatte der Demontage seines Teams wütend, aber hilflos zugeschaut. Es ist von außen schwierig, den richtigen Einfluss zu nehmen", sagte Löw, die Partie ist aus dem Ruder gelaufen." Noch lange nach Spielschluss waren die Beteiligten bemüht, Parallelen zu dieser bizarren Partie zu finden. Lahm fühlte sich an das Champions-League-Finale 2005 in Istanbul erinnert, als der FC Liverpool ein 0:3 gegen den AC Mailand drehte und den Cup gewann. Zlatan Ibrahimovic bediente sich lieber bei einer anderen Sportart und erzählte vom schwedischen Eishockeyteam, das bei der WM einmal ein 1:5 gegen Finnland noch in einen 6:5-Sieg verwandelt habe. Für Jonas Olsson war es schlicht das größte Spiel, in dem ich je stand, und ein großer Moment in der Geschichte Schwedens."
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