Hamburg - Was ist denn da in Spanien los? Vor Beginn der Handball-Weltmeisterschaft galt die deutsche Nationalmannschaft als Kandidat fr ein Vorrunden-Aus, nun steht sie im Viertelfinale. Im Achtelfinale gewann das Team von Bundestrainer Martin Heuberger gegen Mazedonien 28:23 (13:9). Bester Torschtze fr das Team des Deutschen Handball-Bundes (DHB) war Stefan Kneer mit fnf Treffern.
Dass dieses Spiel ein besonderes werden wrde, war schon nach dem ersten Angriff des deutschen Teams klar. Nicht nur, weil Oliver Roggisch zum 1:0 traf, denn der Abwehrchef wirft ja etwa so hufig Tore wie die Keeper. Es war auch noch ein Treffer per Tempogegensto, und, nun ja, Roggisch ist nicht gerade als Sprinter bekannt. Anschlieend trafen noch Patrick Wiencek, Kevin Schmidt und Steffen Weinhold. 4:0 - Deutschland erwischte einen Traumstart.
Mazedonien fand zunchst keine spielerischen Mittel, um die aggressive deutsche Deckung zu knacken. In der achten Minute traf Filip Mirkulovski zum ersten Mal fr den DHB-Gegner, eine Aufholjagd konnten die Mazedonier dennoch nicht starten. Weil hinter der deutschen Deckung Torwart Silvio Heinevetter einen starken Tag erwischte und mehrfach Wrfe entschrfte.
Mazedonien nach dem Seitenwechsel bis auf zwei Tore dran
ber 6:2 (11. Minute) und 9:4 (18.) baute Deutschland seine Fhrung auf 11:5 (23.) aus. Mazedonien tat sich mit der Defensivarbeit auch deshalb schwer, weil sie gar nicht so genau wussten, gegen wen sie wie verteidigen sollten. Die ersten elf Treffer des DHB-Teams wurden von neun verschiedene Torschtzen erzielt. Weil Deutschland sein hohes Tempo im Angriff aber nicht ber 30 Minuten halten konnte, waren es zur Halbzeit "nur" vier Tore Vorsprung (13:9).
Nach dem Seitenwechsel spielte das DHB-Team dann weniger spektakulr, dafr aber clever. Mal waren es fnf Tore Vorsprung (15:10/33.), mal vier (17:13/38.), die Heubergers Mannschaft vorne lag. Selbst als Mazedonien bis auf zwei Tore herankam (18:16/43.) wurde die junge deutsche Mannschaft nicht nervs. Eine herausragende Parade von Heinevetter, dazu zwei Treffer von Tobias Reichmann und Schmidt - schon waren es wieder vier Tore Vorsprung (20:16/46.).
Anschlieend entnervte vor allem Heinevetter die Mazedonier mit einer Glanztat nach der anderen. Und weil die deutsche Mannschaft ihre Chancen im Angriff konsequent nutzte, zog sie ber 22:17 (51.) und 24:18 (52.) auf 26:18 (55.) davon. Am Ende feierte das DHB-Team einen verdienten Fnf-Tore-Sieg. "Ich bin wirklich erleichtert und sehr stolz auf diese Mannschaft. Sie hat ihre Arbeit auf dem Feld gemacht und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen", sagte Heuberger.
Im Viertelfinale trifft Deutschland nun am Mittwoch entweder auf Gastgeber Spanien, WM-Dritter 2011, oder Serbien, Vize-Europameister 2012. Diese beiden Teams bestreiten ihr Achtelfinale am Montag (19 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Ebenfalls frs Viertelfinale qualifiziert sind Frankreich (30:28 gegen Island), Russland (27:26 gegen Brasilien) und Dnemark (30:23 gegen Tunesien).
Deutschland - Mazedonien 28:23 (13:9)
Deutschland: Heinevetter, Lichtlein - Kneer (5), Wiencek (4), Schmidt (4/1), Weinhold (3), Pfahl (2), Haa (2), Klein (2), Strobel (2), Roggisch (2), Reichmann (1), Groetzki (1), Theuerkauf, Christophersen, Fth
Mazedonien: Ristovski, Mitrevski - K. Lazarov (8/2), F. Lazarov (3), Mojsovski (3), Manaskov (3), Georgievski (2), Temelkov (2), Mirkulovski (1), N. Markoski (1)
Schiedsrichter: Krstic/Ljubic (Slowenien)
Zeitstrafen: 4:5
Siebenmeter: 1/2:2/2
Zuschauer in Barcelona: 8200
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