
Wirkt auf den ersten Blick sexy und sorgte fr Facebook-Spott: Das Web-Magazin Theories of the Deep Understanding of Things (TDUT) prfte mit diesem Foto den Wertekanon der Facebook-Kontrolleure.© Screenshot/ Theories of the Deep Understandings of Things
Eine junge Blondine rkelt sich in der Wanne, verschmitzt lchelt sie in die Kamera, Schaum bedeckt ihren nackten Oberkrper. Doch das auf den ersten Blick sexy anzusehende Foto war nicht lange im Web zu sehen, denn Facebook sperrte das Bild nach kurzer Zeit, weil es angeblich gegen die Richtlinien verstie. Nur: Auf dem Bild war gar nichts Anzgliches zu sehen. Das, was der Facebook-Prfer fr nackte Brste samt Brustwarzen hielt, waren in Wirklichkeit die Ellenbogen der jungen Frau. Prompt wurde das soziale Netzwerk zum weltweiten Gesptt, weil es wieder einmal ein harmloses Bild wegen Unsittlichkeit sperrte.
Zwerg sucht Elfe
Der strenge Wertekanon und das rigorose Vorgehen des Zuckerberg-Imperiums gegen nackte Haut sorgen immer wieder fr Aufsehen. Umso berraschender ist daher, dass die Plattform nun anscheinend ein Problem mit zunehmender Sex-Werbung hat: In der rechten Spalte neben der Timeline und auf der Profilseite tummeln sich laut einigen Nutzern in den letzten Wochen vermehrt dubiose Anzeigen fr "sexy Mtter" und "schne Mdchen".
Mal wird ein "Club For One Night Sex" beworben, in der eine drallbusige Brnette unverhohlen ihre Liebesdienste anbietet, mal wird das erotische Liebesspiel als "Zwerg sucht Elfe" in Mrchenoptik getarnt. ltere Nutzer sollen mit Bannern wie "Mnner ab 40 gesucht" zum Klicken animiert werden, einige Anbieter fragen plump: "Willst du eine Freundin?"
Bekommen Mnner recht offensiv formulierte Single-Banner vorgesetzt, werden Frauen mit einer anderen Art von Werbung bombardiert: Abnehmanzeigen. So heit es auf einem Banner, das angeblich mehr als 5000 Personen gefllt: "15 Kilogramm Verlust in 28 Tagen", nach einem Klick gibt es eine neue Dit aus Hollywood zu sehen. Andere Anzeigen versprechen Nebenverdienste mit bis zu 500 Euro am Tag. Doch woher kommen die anrchigen Banner?
Missbrauch von Werbung
Auf die Werbeanzeigen angesprochen, erklrt eine Facebook-Sprecherin, dass einige Werbetreibende den Dienst missbrauchen und so Banner verbreiten wrden, die gegen die von Facebook aufgestellten Standards verstoen. Ein mehrkpfiges Team durchkmme die Plattform jeden Tag und wrde anstige Inhalte sofort lschen - mal zu Recht, mal zu Unrecht, wie im Fall des Wannenbilds. Warum in letzter Zeit anscheinend vermehrt Bilder durch das Raster fallen, kann die Sprecherin aber nicht erklren.
Emprte User mssen nicht lnger unter dem Zwangs-Nacktbombardement leiden: Wer die Frauen aus seiner Umgebung ins digitale Nirwana befrdern mchte, muss einfach auf das Kreuzchen in der rechten oberen Ecke klicken - und darf sich dann wieder an der gewohnten Werbung fr Klamotten und allerlei Facebook-Spielchen erfreuen.
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