Las Vegas (RP). TV-Geräte werden künftig immer öfter vom Handy aus gesteuert, der Online-Zugang wird Standard.
Während Apple sich nun bereits mehr als zwei Jahre damit abmüht, möglicherweise ein eigenes Fernsehgerät auf den Markt zu werfen, schaffen andere Wettbewerber Fakten beim Angebot künftiger Edelgeräte.
Auf der Elektronikmesse CES International 2013 präsentierte Samsung einen Fernseher-Giganten mit einer Bildschirmdiagonale von bis zu 110 Zoll (279 cm), die Bilder in Ultra-High-Definition-Qualität darstellen. Er wird wohl weit mehr als 20 000 Euro kosten. Als weiteres Modell für einen etwas breiteren Markt stellte der koreanische Konzern einen extrem hochauflösenden 85-Zoll-Fernseher mit der Online-Oberfläche SmartTV-Hub vor, der wahrscheinlich rund 15 000 Euro kosten wird.
Die Benutzeroberfläche erscheint direkt beim Einschalten des Fernsehers und gibt einen Überblick über die laufenden TV-Sendungen. Neben dem Startbereich "TV" sortiert Samsung die Dienste nun in die Sektionen "Filme & Live-Sendungen", "Fotos, Videos & Musik", "Social" mit einem Anschluss an Dienste wie Facebook sowie "Apps" per Samsung-Handys kann die Steuerung laufen. Da kein Hersteller der Welt mehr Smartphones verkauft, ist das ein großer Wettbewerbsvorteil vor die Koreaner.
Auch andere Hersteller bringen immer größere TV-Geräte. So stellte LG den 84LM9600 vor, der gut 213 Zentimeter Bildschirmdiagonale hat, auch Sharp hat ein ähnliches Gerät im Programm. Dabei setzen gerade deutsche Kunden auf immer größere TV-Geräte. Die Größe des Bildschirms sei hierzulande das wichtigste Kriterium bei der Kaufentscheidung, sagt Hans Wienands, Senior Vice President der deutschen Samsung Electronics GmbH.
Wie stark Samsung sich zum wichtigsten Herausforderer von Apple entwickelt, bestätigten gleichzeitig die gestern vorgelegten Quartalszahlen, dem fünften Rekordquartal in Folge. Danach legte der Betriebsgewinn im vierten Quartal um fast 90 Prozent zu auf umgerechnet 6,3 Milliarden Euro. Pro Minute verkaufte der Chipgigant am Jahresende annähernd 500 Handys. Den Umsatz im abgelaufenen Quartal bezifferte Samsung auf 40 Milliarden Euro, ein Plus von knapp acht Prozent. Im gesamten Jahr kann der Konzern damit einen Umsatz von rund 150 Milliarden Euro einfahren nur Volkswagen kann da aus Deutschland mithalten.
Der Chip-Marktführer Intel demonstrierte derweil in Las Vegas seine zweigleisige Strategie. Zum einen sollen sinkende Preise, Touch-screen-Bedienung und lange Batterielaufzeiten den noch eher verhaltenen Absatz von Hybrid-Geräten und dünnen Ultrabooks ankurbeln und damit dem PC neuen Atem verleihen. Im Klartext: Notebook werden immer billiger und sie lassen sich immer einfacher bedienen. Zugleich will Intel mit besonders sparsamen Chips endlich das Geschäft mit Smartphones und Tablets knacken, das bisher Entwicklungen des britischen Chipdesigners ARM beherrschen. Auch dies bedeutet weiter sinkende Preise.
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