China wird die USA künftig als wichtigsten Absatzmarkt von Apple Inc. übertreffen, erwartet Tim Cook, Vorstandsvorsitzender des US-Smartphoneherstellers. "Ich gehe davon aus, dass China die Nummer eins für uns sein wird", sagte Cook in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua News.
Einen zeitlichen Rahmen nannte Cook nicht. Im vierten Quartal des im September 2012 beendeten Geschäftsjahres hatte der im kalifornischen Cupertino beheimatete Konzern 5,7 Mrd. Dollar Umsatz in China erzielt, während es in den USA 14,4 Mrd. Dollar waren. Bislang leidet der Umsatz von Apple in China unter dem Wettbewerb mit chinesischen Konkurrenten und der Kooperation mit lediglich kleineren Telekommunikationsgesellschaften. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres war der US-Konzern in China bei den Marktanteilen vom vierten auf den sechsten Platz abgerutscht, wie das Marktforschungsunternehmen IDC mitgeteilt hatte.
Cook will nun das Ruder herumreißen. Dazu traf er den Vorstandsvorsitzenden von China Mobile Ltd., um eine Kooperation mit dem chinesischen Mobilfunkanbieter auszuloten. China Mobile hat 707 Millionen Kunden, aber noch keine Vereinbarung zum Verkauf des iPhone abgeschlossen. Der Mobilfunkanbieter, über den 64 Prozent der chinesischen Handynutzer telefonieren, hatte im vergangenen Monat mitgeteilt, dass er eine Vereinbarung mit Apple schließen müsse, bevor er das iPhone anbieten könne. Bislang vertreibt Apple das iPhone über die zweit- und drittgrößten chinesischen Mobilfunkanbieter, China Unicom (Hong Kong) Ltd. und China Telecom Corp.
Außerdem sollen in den kommenden Jahren "viel mehr" Läden in China eröffnet werden, sagte Cook in dem Interview mit Xinhua. Bislang hat Apple nur 11 Geschäfte in China und Hongkong. Cook erwägt zudem, neue Produkte künftig zuerst in China einzuführen. Das iPhone 5 war erst im Dezember auf den chinesischen Markt gekommen und damit fast drei Monate später als in den USA.
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