jueves, 22 de noviembre de 2012

"Financial Times Deutschland": Candy-Storm zum Abschied - DIE WELT

- Die Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" (FTD) ist nach eigenen Angaben am Ende. "Die Financial Times Deutschland steht vor der Einstellung", schrieb die Redaktion am Mittwoch auf der Homepage. "Jetzt warten wir die Entscheidung unserer Verlagsführung ab. Dann blicken wir nach vorn", hießt es in der kurzen Erklärung. Am Mittwoch beriet der Aufsichtsrat des Verlagshauses Gruner + Jahr über die Zukunft der defizitären Zeitung und anderer Wirtschaftsmedien des Hauses. Ein Verlagssprecher teilte mit, "mit einer etwaigen Verkündung ist am Mittwoch nicht zu rechnen". Die lachsrosa Zeitung, die erst vor zwölf Jahren an den Start gegangen war, hatte bis zuletzt keine Gewinne erwirtschaftet. Laut Betriebsrat von Gruner + Jahr sind Kündigungen vor dem Jahresende ausgeschlossen. Tröstlich ist wohl nur die Welle der Sympathie, die den Zeitungsmachern allerorten im Internet entgegen schwappte: Auch wenn am Zeitungskiosk nicht viel davon zu spüren war, blies der "FTD" im Netz ein regelrechter Love-Storm entgegen, auch genannt Candy-Storm. Zahlreiche Facebooker drückten in dem sozialen Netzwerk ihr Mitgefühl und ihre Trauer angesichts des zu erwartenden Endes des Wirtschaftsblatts aus. Die FTD eigene Seite bei Facebook hat fast 35.000 Fans gefunden, die sich mit ihr verbunden haben (Handelsblatt: 30.000 Fans). Nachdem erst in der vergangenen Woche die "Frankfurter Rundschau" Insolvenz angemeldet hatte, müssen nun bei der FTD je nach Szenario bis zu 350 Mitarbeiter um ihren Job fürchten.

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