Hamburg (RP). Rund eine halbe Million Vollzeit-Pflegekräfte könnten einer Studie zufolge im Jahr 2030 in Deutschland fehlen. Dies ergab eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung, über die der "Spiegel" berichtet. In der Studie werden Daten für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt in Deutschland ausgewiesen. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bis 2030 um fast die Hälfte auf knapp dreieinhalb Millionen steigen wird laut der Stiftung wird sie sich in manchen Kommunen sogar verdoppeln.
Für Nordrhein-Westfalen wird ein Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen um 41 Prozent prognostiziert. "In vielen Landkreisen wird es zu erheblichen Versorgungsproblemen kommen, wenn heute nichts geschieht", sagt Heinz Rothgang vom Bremer Zentrum für Sozialpolitik, einer der Autoren der Studie. Die Prognosen für die Bundesländer fallen dem Bericht zufolge sehr unterschiedlich aus. Das größte Defizit wird es in Brandenburg geben, wo die Zahl der Pflegebedürftigen um rund 72 Prozent steigen wird; am besten sieht es noch in Hamburg mit einem Anstieg von 32 Prozent aus.
Als Maßnahme gegen den Mangel von Pflegekräften schlägt die Bundesagentur für Arbeit eine Verkürzung der Altenpflege-Ausbildung vor.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
No hay comentarios:
Publicar un comentario