martes, 12 de febrero de 2013

Das zweite Cordoba - DIE WELT

Bis zum Sonntag hatten Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg und Cordoba in Argentinien nichts gemein. Doch dank eines Eishockeyspiels hat es nun auch die Kleinstadt nahe Stuttgart in die Geschichtsbücher geschafft und wird im deutschsprachigen Raum jetzt zwei unterschiedliche Assoziationen auslösen: Scham in Deutschland, Euphorie in Österreich.

Am Sonntag hatten Österreichs Eishockeyspieler dort zwar 2:3 nach Verlängerung gegen Deutschland verloren, um die Olympiateilnahme für die Winterspiele perfekt zu machen, hätte Deutschland aber in der regulären Spielzeit gewinnen müssen. Markus Peintners Tor zum 2:2-Ausgleich, das Österreich das Ticket für Sotschi 2014 bescherte, weckte Erinnerungen an die Fußball-WM 1978 in Argentinien. Damals gewann Österreich durch das entscheidende Tor von Hans Krankl 3:2 und warf den übermächtigen Nachbarn aus dem Turnier. Das Spiel wurde zur Legende und Cordoba zum Mythos.

Während Deutschland nun erstmals seit 1948 ohne sein Eishockeymännerteam bei Olympia vertreten ist, feierte Österreich mit ganz viel Häme. "Seit gestern ist Bietigheim das Cordoba in Österreichs Eishockey, Markus Peintner so etwas wie Hans Krankl 1978", schrieb die "Kronen Zeitung". Der "Kurier" schrieb: "Der 10. Februar ist ab sofort ein Feiertag im österreichischen Eishockey. Denn an diesem Tag setzte sich Österreich gegen Deutschland durch. Ausgerechnet gegen den Lieblingsgegner."

Auf die Frage, ob Deutschland denn die Olympiaqualifikation trotz der Niederlage gegen Italien schaffe, hatte Verteidiger Constantin Braun vor der Partie gegen Österreich gesagt: "Ja, weil es Österreicher sind und Deutschland gegen Österreich immer gewinnt." Das war wie ein gefundenes Fressen für Emanuel Viveiros. Österreichs Teamchef spielte dieses Video seiner Mannschaft in der Kabine zur Motivation vor.

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