domingo, 10 de febrero de 2013

Deutschland Dritter beim Weltcup in Willingen - Derwesten.de

09.02.2013 | 18:00 Uhr

Willingen.  Jubelorkan der 13.000 Zuschauer beim Weltcup in Willingen: Severin Freund hat Deutschland im Team-Skispringen den dritten Platz gesichert. 137,5 Meter reichten, um den Angriff von Österreichs Überflieger Gregor Schlierenzhauer zu parieren. Slowenien siegte überraschend vor Favorit Norwegen.

Sie wedelten wie wild mit ihren schwarz-rot-goldenen Fahnen, sie schrien sich die Seele aus dem Leib. „Ziiiiiiiiiiiiieh", riefen die knapp 13.000 Zuschauer an der Mühlenkopfschanze Severin Freund entgegen. Es war das längste „Ziiiiiiiiiieh" des Tages. Doch als Freund nach 137.5 Metern landete, stockte der Masse im Auslauf kurz der Atem. Eine Rechenpause, bange Blicke auf die riesigen Leinwände – erst als dort die Platzierung aufblinkte, fegte der Jubelorkan durch das Strycktal.

Der derzeit beste der deutschen Skispringer hatte Rang drei verteidigt, hatte den Angriff des abschließenden Österreichers Gregor Schlierenzauer pariert. „Fast hätte uns Schlieri noch vom Podest geschubst", sagte Michael Neumayer später erleichtert. Doch Schlierenzauers 142.0 Meter reichten am Ende nicht. Der Mann mit 48 Weltcup-Siegen ging mit seiner Mannschaft leer aus.

Gregor Schlierenzauer springt in einer anderen Welt

An Schlierenzauer, der erst am Samstagmorgen auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt gelandet war, führt im Einzelspringen am Sonntag jedoch kein Weg vorbei. Das weiß auch Michael Neumayer, der erklärte: "Wer Gregor Schlierenzauer nicht auf seiner Rechnung hat, hat keine Ahnung vom Skispringen. Er springt derzeit in einer andern Welt."

Hinter den überragenden Slowenen (990.4 Punkte) und den starken Norwegern (972.5) belegte die deutsche Mannschaft beim Teamspringen im Rahmen des Weltcups in Willingen mit 963.7 Punkten den dritten Rang vor Österreich (958.6).

Bundestrainer Schuster zufrieden mit der deutschen Vorstellung

Bundestrainer Werner Schuster zeigte sich anschließend entsprechend zufrieden mit der Vorstellung seiner Jungs. „Wir haben die besten Vier aufgestellt. Alle haben eine ordentliche Leistung gebracht ", sagte Schuster und ergänzte: „Wir haben schon richtig Potenzial in der Mannschaft und sind mit dem dritten Platz belohnt worden."

Dass das Teamspringen am Rande des Sauerlandes ein an den Nerven zehrender Wettbewerb werden würde, hatte Schuster bereits im Vorfeld prognostiziert. „Hier kannst du als Fünfter oder Sechster rausgehen", sagte er nach der Siegerehrung, „oder als Erster, wenn alles wirklich optimal läuft."

Letztlich konnten Michael Neumayer (139.5 Meter/133.5 Meter), Richard Freitag (136.5/133.0), Andreas Wellinger (128.5/130.0) und Severin Freund (138.5/137.5) besonders die Slowenen nicht in Bedrängnis bringen. Jurij Tepes (140.5/132.5), Jaka Hvala (140.0/127.0), Peter Prevc (143.0/142.0) und Robert Kranjec (139.5/132.5) sprangen konstant vorne weg.

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