martes, 5 de febrero de 2013

Google beendet Streit mit Verlegern - Südwest Presse

Der US-Konzern Google stellt in Frankreich 60 Mio. Euro fr digitale Publikationsprojekte zur Verfgung. Der Streit mit den Verlegern ist vom Tisch.

Autor: DPA |

Im Streit um ein Leistungsschutzrecht fr Online-Inhalte in Frankreich haben sich Zeitungsverleger und der Internet-Konzern Google geeinigt. Google will mit einem Fonds in Hhe von 60 Mio. EUR "Innovationsprojekte fr das digitale Publizieren" untersttzen. Eine gesetzlich vorgeschriebene Abgabe fr die Nutzung digitaler Inhalte ist vom Tisch. Google-Chef Eric Schmidt sprach im Beisein von Frankreichs Prsident Franois Hollande von einem "historischen Abkommen".

Gleichzeitig vereinbarten Google und die Verleger eine umfassende Zusammenarbeit bei der Online-Werbung, um die Einnahmen der Verlage im Web und auf Mobilgerten mit Hilfe von Google-Diensten zu steigern. Das Projekt umfasst den Einsatz der Google-Dienste AdSense, Admob (fr mobile Werbeformate) und den Marktplatz Adexchange. Der Einigung waren monatelange Verhandlungen vorausgegangen. Fr den Fall eines Scheiterns hatte die franzsische Regierung ein Gesetz vergleichbar dem in Deutschland geplanten Leistungsschutzrecht angedroht. "Es ist besser, eine Vereinbarung zu haben als ein Gesetz", sagte Hollande.

Google bezeichnete die Vereinbarung als einmalige Zahlung, die auch nicht an die Verleger fliee, sondern in einen Technologiefonds. Sie richte sich "an alle, die franzsischsprachige Nachrichten online anbieten wollen". Verwaltet werden solle der Technologiefonds von Vertretern von Google, franzsischen Verlegern und Regierung.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sieht in der Einigung kein Vorbild fr Deutschland. Die Lsung habe den Nachteil, "dass sie sich nur auf einen einzigen Aggregator - Google - bezieht". Gegenber anderen Aggregatoren, die in gleicher Weise agieren oder dies erst in Zukunft noch tun werden, htten die Verlage dort nun kein Rechtsmittel mehr in der Hand. Zugleich betrachten die Verleger die Einigung als Besttigung dafr, dass "das Aggregieren von Inhalten Dritter zur Verfolgung eigener Geschftsmodelle Geld kostet".

Google hatte sich bereits im Dezember nach langem Streit mit belgischen Verlegern auf umfassende Kooperationen geeinigt. In Deutschland wehrt sich Google gegen ein von der Bundesregierung geplantes Leistungsschutzrecht fr Verleger, mit dem Textauszge und Vorschaubilder lizenzpflichtig wrden.(38 Avenue de l"Opera, 75002 Paris, France) * * * * Die folgenden Informationen sind nicht zur Verffentlichung bestimmt ## dpa-Kontakte - Autor: Gerd Roth, +33 1 47429502, - Redaktion: Christoph Dernbach und Andrej Sokolow, - Foto: Newsdesk, +49 30 2852 31515, dpa gro xx z2 chd/so

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