New York/Cupertino (RP). Die prall gefüllte Schatztruhe von Apple weckt Begehrlichkeiten: Der US-Hedgefonds-Manager und Apple-Großaktionär David Einhorn will den Konzern mit einer Klage sowie massivem öffentlichen Druck dazu bewegen, einen größeren Anteil seines Reichtums an die Aktionäre abzutreten. Einhorn ist einer der lautstärksten und bekanntesten Investoren an der Wall Street.
Apple hatte zum Jahreswechsel gut 137 Milliarden Dollar auf der hohen Kante liegen. Das würde ausreichen, um die beiden deutschen Oberklasse-Autobauer Daimler und BMW auf einen Schlag zu schlucken. Einhorn verlangt, dass Apple seine Aktionäre an dem Reichtum teilhaben lässt. Er selbst hält über seinen Hedgefonds Greenlight Capital Anteilsscheine im Wert von rund 600 Millionen Dollar. Dafür will er mehr Dividende in Form von verzinsten Vorzugsaktien, die Apple ausgeben müsste. Der Konzern erklärte, man werde den Vorschlag von Einhorn zur Ausgabe von Vorzugsaktien "gründlich prüfen". Erst im März vergangenen Jahres hatte der Konzern unter seinem neuen Chef Tim Cook einen Kurswechsel vollzogen und angekündigt, nach 17 Jahren überhaupt wieder eine Dividende zu zahlen. Zudem startete Apple einen Aktienrückkauf. Durch die beiden Aktionen sollen binnen drei Jahren 45 Milliarden Dollar an die Anteilseigner gehen; knapp zehn Milliarden davon sind bereits geflossen.
Es habe "aktive Gespräche" darüber gegeben, weiteres Geld an die Aktionäre auszuschütten, erklärte Apple. Da ein Großteil der Reserven im Ausland liegt, müsste Apple das Vermögen allerdings zunächst in die USA überweisen und auf Gewinne Steuern zahlen.
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