viernes, 15 de febrero de 2013

Warum die Zeit reif für die Apple-Uhr iWatch ist - DIE WELT

Nachdem Apple-Beobachter monatelang über die Entwicklung eines neuen Fernsehers mit Apfel-Logo orakelten, versucht sich die Szene seit Ende Dezember an einer neuen Prophezeiung: Die Apple-Uhr iWatch soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen und als Verlängerung des iPods oder des iPhones am Handgelenk dienen. Ein Entwicklerteam von 100 Ingenieuren soll laut New York Times bei Apple in Kalifornien bereits an dem smarten Zeitmesser werkeln. Angeblich laufen bereits erste Produktionstests beim Auftragsfertiger Foxconn. Apple selbst kommentiert wie üblich nicht.

Doch Apple-Chef Tim Cook wäre fahrlässig, hätte er kein solches Team im Einsatz. Wearable Computing, der Einzug der Mikroelektronik in Uhren, Brillen oder Armbänder, ist im US-Markt der aktuell heißeste Hightech-Hype für Verbraucher. Die Nachfrage ist längst da: Schon vor einem Jahr sammelte das kleine Entwickler-Team um den Smartwatch-Spezialisten Eric Migicovsky überraschend zehn Millionen Dollar auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein.

Migicovskys Pebble-Smartwatch soll mit eigenen Apps beliebig konfigurierbar sein, sowie Daten, Anrufe, Nachrichten vom per Bluetooth-Funk angebundenen Smartphone anzeigen. 80.000 Vorbesteller unterstützten die Entwicklung des Geräts. Die Zahlen zeigen das Potenzial des Marktes für künftige Uhren.

Der Zeitpunkt ist genau der richtige, um in einer weiteren Markt-Sparte Apples Erfolgsrezept umzusetzen: Smartphones, Tablets, Mp3-Spieler, alle gab es bereits von anderen Herstellern, bevor Apple im jeweiligen Segment Technologie- und Marktführer wurde. Doch erst Apple schaffte es jeweils, die Produkte mit der richtigen Mischung aus Design und ausgereifter Technik zur Massenware zu machen. Die aktuellen Smartwatches von Pebble und Co. sind gut, aber nicht ausgereift: Akkulaufzeiten von teils nur zwei Tagen, Plastikgussteile anstatt Design, umständliche Bedienung per Tasten.

Apple könnte mit einem Designstück aus Glas und Metall, mit Touch-Farbbildschirm und perfekter Integration in Apples Ökosystem einen neuen Standard setzen. Die Technik dazu – etwa ein Verfahren für die Herstellung gekrümmter Glasoberflächen – ist im Konzern bereits vorhanden. Foxconn lieferte zwischenzeitlich sogar ein Armband, um den iPod-Nano-Mp3-Spieler in eine Uhr umzubauen.

Als Designerstück ließe sich die iWatch nahtlos in Apples Ökosystem aus iCloud, iPhone und iTunes integrieren. Apple könnte einmal mehr ein Nischenprodukt zum Massenphänomen machen. Ob Tim Cooks Mannschaft um Chefdesigner Johny Ive tatsächlich noch in diesem Jahr eine Uhr zeigt, wird wie immer bis kurz vor der Präsentation Apples Geheimnis bleiben. Doch der Zeitpunkt wäre genau der richtige.

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