13.02.13, 06:44Vatikanstadt
Etliche Fragen: Wer folgt Benedikt auf den Heiligen Stuhl? Wie krank ist er? Wird er nach Deutschland zurückkehren? Steht ihm Rente zu?
Von Christian Unger
Hamburg. Er macht weiter. Er bleibt Papst, sagt nichts ab. Nur noch ein paar Tage, aber in dieser verbleibenden Zeit in seinem Amt werde Benedikt XVI. seine Termine wahrnehmen. Das Kirchenoberhaupt will noch einmal Stärke demonstrieren - am Tag, nachdem er seine körperliche und geistige Schwäche für die Öffentlichkeit eingestehen musste. Alltagstermine stehen auf dem Programm - an Tagen, an denen die Welt der Katholiken durcheinandergewirbelt wurde durch den überraschenden Rücktritt des Papstes.
Bischöfe und ausländische Gäste empfängt Benedikt weiterhin im Vatikan. Bald schon feiert die Kirche das traditionelle Fest zum Aschermittwoch. Es soll der letzte große Auftritt des Papstes in der Öffentlichkeit sein. Das teilte Vatikansprecher Federico Lombardi mit. Es ist ein Signal der Normalität in turbulenten Stunden, in denen längst spekuliert wird: über den Gesundheitszustand des Papstes und vor allem über dessen Nachfolge als Kirchenoberhaupt der 1,2 Milliarden Katholiken in aller Welt.
Wer darf für die Nachfolge kandidieren?
Die Katholiken haben keinen Vize-Papst. Es gibt nun keinen offiziellen Stellvertreter, der als Nachfolger von Benedikt XVI. das Amt als Kirchenoberhaupt übernimmt. Theoretisch kann jeder männliche und unverheiratete Katholik zum Papst gewählt werden. De facto dürfte der Nachfolger von Benedikt XVI. jedoch aus dem Kreis jener Kardinäle kommen, die ab dem 15. März zum Konklave zusammentreten: voraussichtlich 117 Purpurträger, die das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Doch spekuliert wird über eine Liste mit einem knappen Dutzend aussichtsreicher Kandidaten - der sogenannten "Papabiles".
Wer hat die besten Chancen auf das Amt?
Ganz oben stehen zwei Afrikaner, denn der Einfluss afrikanischer Diözesen ist groß, die Gemeinde der Katholiken wächst auf dem Kontinent, anders als in Europa. Kardinal Francis Arinze ist im Vatikan hoch geachtet. Schon Johannes Paul II. diente der Nigerianer als Berater, laut Kirchenexperten wegen seiner Welterfahrenheit und Glaubenstiefe. Allerdings ist Arinze bereits 80 Jahre alt. Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, 64, aus Ghana gilt als volksnah und mediengewandt. Als Leiter des vatikanischen Büros für Frieden und Gerechtigkeit ist er seit 2009 so etwas wie das soziale Gewissen der Kirche. Er sprich sechs Sprachen, auch Deutsch. Oder ist doch Zeit für einen Lateinamerikaner als Papst? Dagegen reklamieren italienische Kommentatoren, nach einem Polen und einem Deutschen sollte der nächste Papst wieder aus ihrem Land kommen. Häufig genannt: der 71-jährige Mailänder Erzbischof Angelo Scola.
Wie krank ist Benedikt XVI.?
Er zog sich zurück, weil er keine Kraft mehr habe. Weil er mit seinen 85 Jahren zu müde sei für dieses kräftezehrende Amt. Eine akute Krankheit aber habe der Papst nicht, hieß es aus dem Vatikan. Aber wie angeschlagen ist Benedikt XVI.? Er hat sich vor mehreren Monaten die Batterien seines Herzschrittmachers ersetzen lassen. Dies sei ein absolut normaler Routine-Eingriff gewesen, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Den Herzschrittmacher habe Joseph Ratzinger bereits seit langer Zeit gehabt. Sein krankes Herz habe nicht den Ausschlag für den Rückzug gegeben. Schon lange gab es Gerüchte über den Gesundheitszustand des Papstes. 1991 soll er einen Schlaganfall erlitten haben. 2009 brach er sich den Arm, 2011 erschien er erstmals auf einem rollenden Podest zur Messe. Oft dementierte der Vatikan die Vorfälle, wiegelte ab. Zum Schlaganfall hieß es, Ratzinger sei bloß gestürzt, habe sich am Kopf verletzt und nehme Medikamente.
+++ Tag eins nach der Rücktrittsankündigung im Ticker +++
Bekommt der Papst eine Rente?
Nein. Denn jeder Papst arbeitet "für Gottes Lohn". So sieht es die Kurie vor. Ein monatliches Papst-Gehalt gibt es ebenfalls nicht. Was Benedikt nach seinem Rücktritt zum Leben braucht, wird ihm gestellt. Als absoluter Herrscher gehört dem Papst im Vatikan ohnehin alles. Selbst wenn es eine Rente gäbe, bräuchte Ratzinger diese nicht zum Leben, sagte Kirchenhistoriker Ralf Lützelschwab zu "Spiegel Online". Die Tantiemen seiner Bücher würden ohnehin genug Geld einbringen. Seinen päpstlichen Namen darf Joseph Ratzinger übrigens im Ruhestand behalten.
Wie lebt Benedikt XVI. im Kloster?
Noch sind die Handwerker bei der Arbeit im Klausurkloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten. Es soll Ratzingers Ruheresidenz werden. Das Kloster liegt auf einem Hügel an einer mittelalterlichen Befestigungsanlage, die im 9. Jahrhundert errichtet wurde, um den Petersdom vor Angriffen der Sarazenen zu schützen. Dort lebt Benedikt nun gemeinsam mit den Bewohnern des Klosters: sieben Frauen. Auf der zweiten und dritten Etage sind nach Angaben der italienischen "Vanity Fair" die zwölf Zimmer der Nonnen, im Erdgeschoss Gemeinschaftsräume wie der Speisesaal, die Küche und ein Büro. Auch Benedikts jahrelanger enger Vertrauter und Privatsekretär Georg Gänswein könnte sich mit seinem Chef ins Kloster zurückziehen. Oder wird er nun als Erzbischof in der Kurie entscheidende Positionen einnehmen? Schon seit Langem trauen ihm viele eine größere Karriere im Vatikan zu.
Was sind die Erwartungen an den Neuen?
Kondome zu verteilen, dies würde die Aids-Problematik nicht lösen, auch vergewaltigten Frauen verbot er die "Pille danach", er habe keine "ökumenischen Gastgeschenke" - all das sind Äußerungen Benedikts. Bei seinen Kritikern wächst nun die Hoffnung auf eine Modernisierung der Kirche. Laut Initiative "Kirche von unten" habe es Benedikt an Willen gefehlt, die Kirche zu leiten. Die katholische Laienbewegung "Wir sind Kirche" beklagte, dass der Papst anders als seine Vorgänger bei den globalen Themen Umwelt und soziale Gerechtigkeit kaum "als moralische Stimme wahrgenommen" worden sei. Die deutschen Bischöfe plädieren dagegen für einen Nachfolger, der sich an Benedikt XVI. und Johannes Paul II. orientiert. Für den Münsteraner katholischen Theologen Karl Gabriel ist ein Kurswechsel sehr unwahrscheinlich. Der Vatikan werde auch in Zukunft viel Wert auf Kontinuität legen. Der Tübinger Theologe Hans Küng sagte im SWR, die Italiener seien durch Benedikt XVI. "wieder zu einer großen Macht im Kardinalskollegium gemacht worden". Das spreche für Kontinuität.
Kommt Benedikt nach Deutschland? Zwischen 1970 und 1977 lebte Joseph Ratzinger in Pentling, einem Vorort von Regensburg, und lehrte an der Universität Theologie. Doch dass Benedikt noch einmal seine Heimat oder Deutschland überhaupt besuchen wird, gilt als unwahrscheinlich. Sein Bruder Georg Ratzinger sagte: "Eine Dienstreise kommt sowieso nicht mehr infrage, und auch einen privaten Besuch halte ich für höchst unwahrscheinlich." Der Papst-Bruder verwies darauf, dass in der neuen Wohnung im Vatikan auch ein Gästezimmer für ihn eingerichtet werde.
2005: 19. April: In einem der kürzesten Konklave der Kirchengeschichte wird Kardinaldekan Joseph Ratzinger bereits im vierten Wahlgang gewählt. Der 265. Papst der Kirchengeschichte nennt sich Benedikt XVI., in Erinnerung an den Friedenspapst Benedikt XV. und an den Patron Europas und Ordensgründer Benedikt von Nursia.
13. Mai: Benedikt XVI. gibt überraschend grünes Licht für das Seligsprechungsverfahren seines Vorgängers Johannes Paul II.
9. Juni: Der Papst betont, er wolle die christlich-jüdischen Beziehungen weiter voranbringen.
18. bis 21. August: Bei seiner ersten Auslandsreise kommt der Papst zum Weltjugendtag nach Köln. Mit rund einer Million Menschen feiert er den meistbesuchten Gottesdienst auf deutschem Boden.
25. Januar 2006: Papst Benedikt XVI. legt mit "Deus caritas est"; (Gott ist die Liebe) seine erste Enzyklika vor.
20. Februar: Der Papst verurteilt im sogenannten Karikaturenstreit die muslimischen Ausschreitungen in mehreren Ländern. Gewalt als Antwort auf Beleidigungen seien mit der Religion nicht vereinbar.
März: Der Papst verzichtet nach 1.500 Jahren auf den Titel eines "Patriarchen des Abendlandes";, wohl als ökumenische Geste gegenüber der Orthodoxie.
24. bis 28. Mai: Seine zweite Auslandsreise führt Benedikt XVI. in die Heimat des Vorgängers Johannes Paul II. In Krakau feiert er mit rund einer Million Menschen eine Messe. Den Abschluss der Polen-Reise bildet im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz das symbolträchtige Gedenken des "deutschen Papstes"; an die Opfer des Nationalsozialismus.
Juli: Messe mit mehr als einer Million Menschen beim Weltfamilientag in Valencia.
9. bis 14. September: Benedikt XVI. besucht seine bayerische Heimat. Stationen sind München, Altötting, Marktl, Regensburg und Freising. Ein Vortrag des Papstes in der Regensburger Universität löst einen mehrwöchigen weltweiten Disput aus. Muslime sehen durch ein historisches Zitat den Propheten Mohammed beleidigt. Der Vatikan startet eine umfassende Krisendiplomatie und eine Dialog-Offensive mit dem Islam.
28. November bis 1. Dezember: Benedikt XVI. reist unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in die Türkei. Weltweite Beachtung finden vor allem die Gespräche des Papstes mit Politikern und Muslim-Vertretern sowie seine Versöhnungsgesten gegenüber dem Islam, etwa sein Besuch in der Blauen Moschee in Istanbul.
14. März 2007: Die Glaubenskongregation verurteilt Thesen des Befreiungstheologen Jon Sobrino die erste öffentliche Maßregelung unter Benedikt XVI.
16. April: Am 80. Geburtstag des Papstes erscheint sein neues Buch, ein theologisches Grundsatzwerk über "Jesus von Nazareth";.
Mai: Benedikt XVI. eröffnet die Generalversammlung der Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik in Aparecida/Brasilien.
Juni: Der Papst schreibt an die chinesischen Katholiken und verlangt volle Religionsfreiheit im Land. Der chinesischen Führung bietet er einen konstruktiven Dialog an.
Juli: Benedikt XVI. erleichtert die Feier der alten lateinischen Messe in der vorkonziliaren Form von 1962 als "außerordentliche Form der Liturgie der Kirche";. Beobachter werten die Maßnahme als Zugeständnis an die Traditionalisten.
Februar/März 2008: Die Reform der Karfreitags-Fürbitte im vorkonziliaren Messritus von 1962 ruft Proteste und Verstimmung in der jüdischen Welt hervor.
April: Seine achte Auslandsreise führt den Papst in die USA. Höhepunkte sind Gespräche im Weißen Haus, eine Rede vor den Vereinten Nationen sowie ein Besuch am Ground Zero in New York.
Juli: Besuch beim Weltjugendtag in Sydney.
Januar 2009: Zum 50. Jahrestag der Ankündigung des Zweiten Vatikanischen Konzils nimmt Benedikt XVI. die Exkommunikation für vier Bischöfe der traditionalistischen Priesterbruderschaft Pius X. aus dem Jahr 1988 zurück. Er erfüllt damit die letzte Bedingung der Traditionalisten, in einen offiziellen Dialog mit dem Vatikan einzutreten. Fast zeitgleich wird ein TV-Interview veröffentlicht, in dem einer der vier den Holocaust leugnet. Ein Proteststurm und eine monatelange Debatte, vor allem in Deutschland, folgen.
Benedikt XVI. erteilt allen Tendenzen von Antisemitismus und Relativierung der Schoah eine klare Absage. Im März räumt der Papst in einem Brief an die Bischöfe der Weltkirche Probleme in der internen Kommunikation ein und beklagt die auch kircheninterne Kritik an seinen Motiven, im Dienst der Kircheneinheit zu handeln. Im Juli wird die zuständige Vatikanbehörde "Ecclesia Dei"; in die Glaubenskongregation eingegliedert.
Mai: Der Papst absolviert eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Die Reise nach Jordanien, Israel und in die Palästinensergebiete wird ein diplomatischer Erfolg.
Juli: Benedikt XVI. veröffentlicht seine erste Sozialenzyklika, "Caritas in veritate";. Sie befasst sich unter anderem mit den ethischen Aspekten der Globalisierung und der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.
November: Benedikt XVI. ermöglicht mit einem Erlass kollektive Übertritte von Anglikanern zur katholischen Kirche unter weitgehender Beibehaltung ihrer Traditionen. Der Vatikan unterstreicht wiederholt, dass die neuen Strukturen in Form eines sogenannten Personalordinariates keine Belastung für den ökumenischen Dialog zwischen Katholiken und Anglikanern sein dürften. Man wolle Personen, die um Aufnahme nachsuchen, eine neue geistliche Heimat anbieten.
Frühjahr 2010: In einer neuen Welle erreicht der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche weitere Länder, darunter auch Deutschland und Österreich. Monatelange Debatten und eine Welle von Kirchenaustritten sind die Folge.
September: Die Reise Benedikts XVI. nach Schottland und England ist der erste Staatsbesuch eines Papstes in Großbritannien überhaupt. Er wird im Vorfeld von kritischer Medienberichterstattung und Demonstrationen überschattet. Mit seinen öffentlichen Auftritten und vor allem seiner Rede in Westminister Hall vor Vertretern von Politik und Zivilgesellschaft gelingt Benedikt XVI. jedoch eine Trendwende.
März 2011: Benedikt XVI. legt den zweiten Band seiner Trilogie "Jesus von Nazareth"; vor. Er trägt den Untertitel "Vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung";.
August: Besuch beim Weltjugendtag in Madrid.
September: Nach mehreren theologischen Verhandlungsrunden über fast zwei Jahre stellt der Vatikan der Piusbruderschaft Bedingungen für eine mögliche Aussöhnung und legt ihr eine "lehrmäßige Erklärung"; zur Unterzeichnung vor.
22. bis 25. September: Die dritte Deutschlandreise des Papstes und zugleich der erste Staatsbesuch in seiner Heimat: Benedikt XVI. besucht Berlin und hält eine Rede im Deutschen Bundestag. Weitere Stationen sind Erfurt, der Wallfahrtsort Etzelsbach im thüringischen Eichsfeld sowie Freiburg.
Frühjahr 2012: Der Vatikan lehnt im März die Antwort der Piusbrüder ab und fordert erneut die Annahme der "lehrmäßigen Erklärung";. Die Verhandlungen stecken in der Sackgasse.
23. bis 29. März: Die Reise nach Mexiko und Kuba wird als eine der wichtigsten dieses Pontifikates bezeichnet. Benedikt XVI. wendet sich in Mexiko gegen Drogenkriminalität und fordert auf Kuba mehr Freiheit für die Kirche ein. Besondere Aufmerksamkeit erfährt ein Treffen mit Fidel Castro.
Juli: Der Papst beruft den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation jenen Posten, den er selbst bis zu seiner Papstwahl 2005 innehatte.
14. bis 16. September: Benedikt XVI. reist inmitten politischer Krisen und weltweiter muslimisch-christlicher Spannungen um ein Mohammed-Schmähvideo in den Libanon. Er wirbt dort für Religionsfreiheit und bittet die Christen des Nahen Osten, trotz aller Probleme in der Region zu bleiben.
7. bis 28. Oktober: Im Vatikan beschäftigt sich die 13. Ordentliche Weltbischofssynode mit dem Thema Neuevangelisierung. Am 11. Oktober, dem 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils, beginnt das von Benedikt XVI. ausgerufene "Jahr des Glaubens";.
11. Februar 2013: Benedikt XVI. kündigt vor Kardinälen in Rom seinen Rücktritt zum 28. Februar an.
"Nach einem großen Papst Johannes Paul II. haben die Herrn Kardinäle mich gewählt, einen einfachen und bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn."; (Erste Worte als Papst am 19. April 2005 an die Menschen auf dem Petersplatz)
"Die (...) Auflösungstendenzen bezüglich der Ehe, (...) bis hin zur Pseudo-Ehe zwischen Personen des gleichen Geschlechts, sind (...) Ausdruck einer anarchischen Freiheit, die sich zu Unrecht als wahre Befreiung des Menschen ausgibt."; (Auf einer Tagung in Rom, 6. Juni 2005)
"Die Völker der reichen Länder müssen dazu bereit sein, die Bürde des Schuldenerlasses der armen Länder auf sich zu nehmen."; (Botschaft vom 2. Juli 2005 vor einem G8-Gipfel in Schottland)
"Ich möchte auch sagen, dass der Papst kein Orakel und (...) nur in den seltensten Fällen unfehlbar ist."; (Ansprache an den Klerus, 25. Juli 2005)
"Der Terrorismus, welcher Herkunft er auch sei, ist eine perverse und grausame Entscheidung, die das unantastbare Recht auf Leben mit Füßen tritt."; (Zu muslimischen Gemeinden in Köln, 20. August 2005.)
"An diesem Ort des Grauens, einer Anhäufung von Verbrechen gegen Gott und den Menschen ohne Parallele in der Geschichte, zu sprechen, ist fast unmöglich ist besonders schwer und bedrückend für einen Christen, einen Papst, der aus Deutschland kommt."; (Im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz am 28. Mai 2006)
"Mein Herz schlägt bayerisch";. (Zu Journalisten während eines Fluges von Rom nach München am 9. September 2006)
""Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, das er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten";."; (In einer Vorlesung an der Regensburger Universität am 12. September 2006. Aus dem Zusammenhang gerissen, löst das Zitat eines byzantinischen Kaisers in der muslimischen Welt scharfe Proteste aus)
"Man kann das Problem nicht mit der Verteilung von Kondomen lösen. Es muss viel mehr geschehen (...). Man hatte mich gefragt, warum die katholische Kirche in Sachen Aids eine unrealistische und wirkungslose Position einnehme. Daraufhin fühlte ich mich (...) herausgefordert. (...) Weil sie als einzige Institution ganz nah und ganz konkret bei den Menschen ist (...)."; (In dem Interviewbuch "Licht der Welt. Der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit"; von Peter Seewald zur Afrika-Reise des Papstes 2009)
"Ich bin gekommen, um in Stille vor diesem Monument zu stehen, das errichtet wurde, um die Erinnerung an die Millionen von Juden zu ehren, die während der schrecklichen Tragödie der Schoah getötet wurden. (...) Die katholische Kirche, die den Lehren von Jesus verpflichtet ist und seine Liebe für alle Menschen nachahmen will, fühlt tiefes Mitleid für die Opfer, derer hier gedacht wird."; (Während seines Besuchs in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem am 11. Mai 2009)
"Euch, die ihr unseren Planeten von weitem überfliegt, muss es klar sein, dass wir alle zusammenleben, und wie absurd jeder Krieg ist."; (Im Gespräch mit Astronauten der Weltraumstation ISS am 21. Mai 2011) (dpa)
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