Mit einer "iWatch" oder einem neuartigen Fernseher könnte Apple Innovationskraft beweisen
Seit Monaten wird darüber spekuliert, was der nächste Schachzug des iPhone-Giganten Apple sein könnte, um im Duell mit dem koreanischen Widersacher Samsung zu punkten. Immer wieder war die Rede davon, dass nach MP3-Playern, Smartphones und Tablet-Computern nun ein Fernseher das nächste Highlight sein könnte, mit dem das Kult-Unternehmen technisch vorpreschen und auch dem arg gebeutelten Aktienkurs auf die Sprünge helfen könnte. Bald könnte es so weit sein. Denn am Mittwoch machten sich an den Finanzmärkten Gerüchte breit, dass Apple ein Auge auf den angeschlagenen aber stylishen TV-Hersteller Loewe geworfen hat. Das deutsche Unternehmen hatte sich zuletzt darauf spezialisiert, seine Produkte mit Apple kompatibel zu machen, etwa in Form hochwertiger Lautsprecher zur drahtlosen Verbindung mit Apple-Geräten. Loewes Designprodukte passen zudem gut zu Apples Premium-Anspruch.
Die Spekulation auf eine Übernahme hat den Aktienkurs von Loewe zeitweise um 40 Prozent steigen lassen. "Angeblich will Apple etwa vier Euro je Loewe-Aktie bieten", sagten Händler. Der gebeutelte Traditionshersteller weiß davon jedoch angeblich nichts. "Aus unserer Sicht ist da nichts dran", sagte ein Firmensprecher. Apple lehnte eine Stellungnahme bislang ab. Bereits im vergangenen Mai waren Gerüchte aufgetaucht, der IT-Gigant könnte das Kronacher Unternehmen schlucken. Loewe ringt mit einem Umsatzschwund und kämpft mit einem Stellenabbau gegen rote Zahlen. Eine neue Firmenspitze will mit billigeren Geräten und Kooperationspartnern den Abwärtstrend stoppen. An der Börse ist Loewe gerade noch rund 40 Millionen Euro wert. Für Apples pralle Kasse sind das Peanuts.
Die Anteile der Kronacher sind zu großen Teilen in festen Händen, knapp 30 Prozent hält die japanische Sharp, rund 14 Prozent gehören Aufsichtsratschef Rainer Hecker, seiner Familie und dem Management. Gut ein Zehntel besitzt das französische IT-Unternehmen LaCie.
Doch neben dem ersehnten Apple-Fernseher nimmt noch ein anderes neues Produkt Formen an: Das Apple-Team, das an einer Computer-Armbanduhr arbeitet, umfasst bereits rund 100 Mitarbeiter. Darunter seien neben Designern und Software-Entwicklern auch Manager und Marketing-Experten, berichtet die Finanzagentur Bloomberg. Die Größe der Mannschaft weise darauf hin, dass Apple bei der Entwicklung weit über die Phase der Experimente hinaus sei.
Zuvor hatten bereits "New York Times" und "Wall Street Journal" berichtet, dass Apple an einer Uhr arbeite, die Funktionen des iPhone übernehmen könne. Apple-Chef Tim Cook steht derzeit unter Druck, ein neues Produkt vorzustellen. Kritiker werfen Apple eine nachlassende Innovationskraft vor, weil man seit dem Start des iPads nur Weiterentwicklungen bisheriger Geräte vorgestellt habe. Mit einer "iWatch" oder einem Fernseher könnte Apple die Skeptiker widerlegen.
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