Die Disco-Pop-Formation Cascada wird Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) vertreten. Mit ihrem Song "Glorious" setzte sich die Band beim deutschen ESC-Vorentscheid in Hannover gegen elf Konkurrenten durch. In einer gut zweistündigen Live-Sendung in der ARD hatten Publikum, Radiohörer und eine Fachjury ihre Bewertungen abgegeben und so die Sieger ermittelt.
Nachdem die ESC-Teilnehmer der Jahre 2010 und 2012, Lena Meyer-Landrut und Roman Lob, jeweils in mehrwöchigen Casting-Sendungen ermittelt worden waren, hatte sich die ARD in diesem Jahr für einen Vorentscheid mittels nur einer Fernsehsendung entschieden. Nacheinander sangen daher bei der von Anke Engelke moderierten Veranstaltung die zwölf Aspiranten auf das Ticket für den europäischen Gesangswettbewerb. Dessen 58. Auflage wird am 18. Mai im schwedischen Malmö stattfinden.
In einem dreiteiligen Verfahren wurde der Sieger ermittelt: Über die Webseiten der neun Popwellen der ARD-Radioanstalten hatten die Hörer eine Woche lang für ihren Favoriten abgestimmt. Am Ende der Sendung gab es zudem eine Telefonabstimmung. Außerdem bewertete eine fünfköpfige Fach-Jury die Auftritte. Je zu einem Drittel flossen die Abstimmungsergebnisse in das Endergebnis ein.
Cascada hatte sowohl von den Internetnutzern wie auch von Publikum und Jury eine hohe Punktzahl erhalten: Bei der Internet-Abstimmung unter den Radio-Hörern hatte es zehn von zwölf möglichen Punkten für die späteren Sieger gegeben, die Jury gab ihnen acht Punkte und die Anrufer am Abend zwölf Punkte. "Vielen Dank Leute! Ich geh' kaputt!", rief Sängerin Natalie Horler am Ende der Abstimmung dem Publikum entgegen, bevor sie ihr Siegerlied ein zweites Mal an dem Abend präsentierte.
International ist Cascada bereits bekannt. Die Bonner Formation hatte schon in Großbritannien, Frankreich, Schweden und den Niederlanden einen Nummer-Eins-Hit - in Deutschland bisher noch nicht. Beim ESC-Vorentscheid verwies sie die bayerische Formation LaBrassBanda sowie die Söhne Mannheims auf die Plätze zwei und drei.
Im Vorfeld des Vorentscheids hatte es jedoch Kritik an der Liedauswahl von Cascada gegeben, weil "Glorious" in Teilen zu stark an das Siegerlied des Vorjahres, "Euphoria" von Loreen, erinnere. Loreen selbst war auch zum deutschen Vorentscheid in die Arena nach Hannover gekommen. Sie präsentierte zwei Lieder und brachte am Ende der Sendung noch den großen Umschlag mit dem Ergebnis der Zuschauerabstimmung in die Halle.
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