Hinter den Modezaren aus Mailand sind Apple und der Internet-Händler Amazon (plus 27 Prozent, Platz 19 insgesamt) die stärksten Wertsteigerer. Und doch ist New Economy und alles, was man darunter subsummieren darf, kein Erfolgsgarant. Nokia, der Absteiger unter den Handy-Konzernen, dessen Markenwert um zwei Drittel schrumpfte, wird nicht mehr unter den Top 50 geführt, von Blackberry ist in der Interbrand-Hitparade gar nicht mehr die Rede. Wer in dieser Branche die Zukunftstrends verpasst, der ist eben ganz schnell weg vom Fenster. Umgekehrt haben die anderen alles revolutioniert. "Marken wie Apple, Google und Samsung verändern unser Verhalten: wie wir einkaufen, wie wir miteinander kommunizieren, sogar ob wir miteinander reden", sagte Interbrand-Chef Jez Frampton der "New York Times", "sie haben buchstäblich verändert, wie wir leben."
Und Deutschland? Wie immer, wenn von deutschen Marken die Rede ist, stehen die großen Autokonzerne im Mittelpunkt. Fünf der neun deutschen Vertreter in den Top 100 kommen aus der Automobilbranche das Phänomen hat Tradition. Die Finanzbranche kommt dagegen fast ausschließlich international daher. Einziger deutscher Vertreter in dem Gewerbe ist die Allianz, die über allen Branchen hinweg in Deutschland allerdings auch so überlegen ist, dass der Name ausreichend Strahlkraft hat. Beinahe überraschend kommt der Wertanstieg beim Elektrokonzern Siemens nach all den Problemen der Vergangenheit (Korruptionsaffären, Pannen bei Zuglieferungen, Wechsel an der Vorstandsspitze).
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