sábado, 12 de octubre de 2013

Foxconn gesteht Arbeitsrechtsverletzungen in China - Spiegel Online

Taipeh - Der umstrittene taiwanische Technologiezulieferer Foxconn hat Arbeitsrechtsverletzungen in einem Werk in China eingerumt. Eine interne Untersuchung im Werk Yantai habe ergeben, dass die Unternehmensregeln zu berstunden und Nachtarbeit in Einzelfllen nicht eingehalten worden seien, teilte das Unternehmen mit, das unter anderem fr Apple, Sony und Nokia produziert. Mehrere chinesische Zeitungen hatten berichtet, dass Informatikstudenten der Universitt Xian im Zentrum des Landes gezwungen wrden, bei Foxconn zu arbeiten. Anderenfalls bekmen sie keinen Abschluss.

Die "Oriental Morning Post" zitierte Studenten, die bis zu elf Stunden am Flieband Spielekonsolen fr Sony zusammenbauen mussten - statt eine aufs Studium bezogene Arbeit zugewiesen zu bekommen. Dem Bericht zufolge wurde es einigen Studenten verweigert, das Praktikum bei Foxconn vorzeitig zu beenden. Ihnen sei gedroht worden, dann wrden sie ihr Stipendium verlieren und keinen Abschluss erhalten.

Foxconn erklrte, das Unternehmen habe dafr gesorgt, dass die Universitt sich ab sofort an die Regeln halte. berstunden und Nachtarbeit fr Studenten seien nicht erlaubt. Studenten drften ihr Praktikum im Betrieb auch von sich aus beenden.

Zuletzt war auch ein Foxconn-Werk in Prag in der Kritik: Dort sollen Gastarbeiter aus Vietnam, Bulgarien und der Mongolei im bhmischen Pardubice unter extremem Leistungsdruck, zu Niedriglhnen und in zwlf Stunden langen Schichten praktisch ohne Pausen gearbeitet haben.

Foxconn ist der grte Technologiezulieferer der Welt und international vor allem als Hersteller von Apple-Gerten bekannt. Die Werke stehen zum Groteil in China. Dort beschftigt der taiwanische Konzern mehr als eine Million Menschen. Die Arbeitsbedingungen in chinesischen Werken des Unternehmens standen immer wieder in der Kritik, 2010 starben mindestens 13 Arbeiter, die sich nach Angaben von Arbeitsrechtlern wegen der harten Arbeitsbedingungen selbst tteten. Foxconn wies die Anschuldigungen zurck. Das Unternehmen hob die Lhne aber um durchschnittlich fast 70 Prozent an. Apple hat fr die Produktion seiner neuen Billig-Smartphones nun einen Foxconn-Konkurrenten beauftragt.

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