Das Facebook-Management hat ein erst im Mai verfgtes Verbot drastischer dokumentarischer Videos wieder aufgehoben. Bis jetzt war es Facebook-Mitgliedern verboten, Fotos oder Videos mit gewaltttigen Inhalten - wie zum Beispiel Enthauptungen - zu posten, unabhngig vom Zweck und von der Art ihrer Beitrge.
Das Verbot hatte Facebook nach Beschwerden erlassen, derartige Videos knnten beim Betrachter langwierige, psychologische Probleme verursachen. Die BBC berichtet, Facebook habe nun besttigt, Nutzer sollten doch die Mglichkeit haben, derartige Aufnahmen zu publizieren und zu verurteilen.
Die Entscheidung provozierte umgehend heftige Kritik. Eine Hilfsorganisation fr Suizidgefhrdete erklrte: "Bereits nach wenigen Sekunden hinterlassen solche eindeutigen Bilder dauerhafte Spuren - vor allem im Gedchtnis junger Menschen." Diese Warnung erhlt durch den Umstand besonderes Gewicht, dass eine Facebook-Mitgliedschaft schon fr Kinder ab dem dreizehnten Lebensjahr mglich ist.
Allem Anschein nach vollzog sich der Meinungswechsel bei den Facebook-Verantwortlichen in aller Stille. Offenbar gab es keinen offiziellen Hinweis auf die Regelnderung. Die BBC berichtet, Mitte Oktober habe ein Leser die Redaktion auf ein entsprechendes Video hingewiesen, in dem ein maskierter Mann eine Frau ttet. Facebook habe sich geweigert, den wahrscheinlich in Mexiko entstandenen Clip zu entfernen.
Facebook wollte "Cnet" nicht sagen, wann die Nutzungsbedingungen wieder gendert worden sind. Laut der Nachrichtenseite arbeitet Facebook an neuen Einstelloptionen, mit denen Mitgliedern kontrollieren sollen, was sie bei Facebook sehen. Ein Facebook-Sprecher erklrte, einige Nutzer wrden derartige Videos ablehnen. Zustzliche Kontrollen der gezeigten Inhalte knnten etwa eine "Vorabwarnung sein, dass das Bild, das sie betrachten wollten, nicht fr alle Betrachter geeignet ist".
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