lunes, 24 de diciembre de 2012

Konkurrenz durch das Internet: Händler klagen über schlappes ... - Spiegel Online

Berlin - Die deutschen Einzelhndler setzen ihre Hoffnungen auf kurzentschlossene Kufer. Denn bislang ist das Weihnachtsgeschft hinter den Erwartungen geblieben. Zwar habe es in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen, der Start sei aber vergleichsweise verhalten gewesen, berichtete der Handelsverband Deutschland (HDE). Fr eine Gesamtbilanz sei es allerdings noch zu frh. Am Heiligabend werde mit zahlreichen Last-Minute-Geschenkekufern gerechnet.

Auch die Brckentage zwischen Weihnachten und Silvester seien wichtige Einkaufstage, wenn Gutscheine und Geldgeschenke eingelst werden. An diesem Montag haben die Geschfte bis 14 Uhr geffnet. Vor allem der Lebensmitteleinzelhandel sei auf einen groen Kundenansturm vorbereitet.

"Weihnachtsgeschenke werden immer hufiger erst kurz vor dem Fest gekauft", sagte HDE-Hauptgeschftsfhrer Stefan Genth. Die letzte Woche vor Heiligabend sei die beste Woche im diesjhrigen Weihnachtsgeschft gewesen. Besonders seien Haushaltswaren, Glas, Porzellan und Keramik sowie Lebensmittel, Sportartikel und Spielwaren gekauft worden. Auch im Bekleidungshandel belebte sich das Geschft.

Trotzdem zeigten sich die Deutschen bislang offenbar weniger in Konsumstimmung als sonst. Euro-Schuldenkrise und der Arbeitsmarkt bereiteten den Verbrauchern zum Jahresende Sorgen, beobachteten die GfK-Konsumforscher.

ber Kaufzurckhaltung auch wegen des Wetters klagten vor allem die Geschfte in den sdwestlichen Bundeslndern. In Bayern vermiesten beispielsweise Regen und milde Temperaturen den Endspurt vor dem Fest. "Bei diesem Wetter kauft keiner warme Kleidung und Wintersportartikel", sagte Bernd Ohlmann vom regionalen Branchenverband. In Berlin, wo es zeitweise klter und winterlicher war, zeigten sich die Hndler hingegen recht zufrieden.

Online-Handel wchst um mehr als ein Viertel

Anders als bei vielen stationren Einzelhndlern fllten sich die Ladenkrbe besonders gut im Online-Geschft. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels korrigierte seine Weihnachtsprognose sogar nach oben: Ursprnglich waren allein im Internethandel rund 5,5 Milliarden Euro Umsatz erwartet worden. Jetzt knnten es 5,6 Milliarden Euro werden und damit 27,3 Prozent mehr als im Vorjahr, hie es.

Auch in diesem Jahr werden besonders viele Smartphones und Tablet-Computer unter den Christbumen liegen. Der Boom habe sich fortgesetzt, sagt Dieter Kempf, Prsident des Hightech-Verbandes Bitkom. Gefragt seien auch Notebooks und Fernseher mit groem Bildschirm sowie Spielekonsolen und digitale Spiegelreflexkameras.

Insgesamt rechnet der HDE fr November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent, das damit etwas unter der Inflationsrate liegt. Wie das Weihnachtsgeschft tatschlich gelaufen ist, wird frhestens Ende Januar bekanntgegeben.

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