Wiesbaden (RP). 10,7 Millionen Einwanderer aus 194 Ländern leben in Deutschland. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) gestern anlässlich des internationalen Tags der Migranten in Wiesbaden mit. Jeder achte Einwohner Deutschlands ist demnach im Ausland geboren. Die meisten Zuwanderer stammen aus Europa (7,4 Millionen Menschen), knapp die Hälfte davon aus den Mitgliedstaaten der EU (3,5 Millionen). Die wichtigsten Herkunftsländer sind die ehemalige Sowjetunion und ihre Nachfolgestaaten mit 2,4 Millionen Menschen, die Türkei mit 1,5 Millionen und Polen mit 1,1 Millionen.
"Viele der Zugewanderten haben nahezu ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht", sagte Destatis-Mitarbeiter Gunter Brückner. 1,4 Millionen Migranten leben seit mehr als 40 Jahren in Deutschland, mehr als die Hälfte wanderten zwischen 1990 und 2010 zu.
Nach leichtem Rückgang steigt die Zahl der Zuwanderungen gegenwärtig wieder nicht zuletzt wegen der vielen Menschen, die aus Konfliktregionen fliehen: Knapp 300 000 Menschen kamen allein im ersten Halbjahr 2012 neu nach Deutschland. Damit erhöht sich die Zahl der Zugewanderten vermutlich auf elf Millionen, wenn das Bundesamt die nächste Statistik vorlegt; die vorliegenden Zahlen basieren auf verschiedenen Berechnungsgrundlagen. "Die Motive, nach Deutschland auszuwandern, sind sehr unterschiedlich", sagte Brückner. Bei vielen dominiert zurzeit die Angst vor einem Krieg in der Heimat.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
No hay comentarios:
Publicar un comentario